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NRW: Bedingungen für Olympia

SID
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Christoph Niessen, der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, knüpft eine mögliche Bewerbung von Olympischen Spielen an Rhein und Ruhr an Bedingungen. Vor einer Bewerbung, die derzeit vom Sporteventmanager Michael Mronz vorangetrieben wird, müsse laut Niessen massiv und großflächig in die Sportstätten im bevölkerungsreichsten Bundesland investiert werden.

"Hier müssen wir etwas tun", sagte Niessen dem Deutschlandfunk. Für diese "seit Jahrzehnten auf Verschleiß" gefahrene Sportstättenstruktur brauche es ein ganz eigenes, neues, separates Förderprogramm des Landes NRW, das "aus unserer Sicht mit einem zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag im Jahr ausgestattet sein müsste". Bevor sich an den Rahmenbedingungen für den Schul- und Breitensport nicht deutlich etwas verbessere, sei an eine Olympiabewerbung nicht zu denken.

"Ich kann mich nicht für ein sportliches Großereignis bewerben, für das sehr große, multifunktionale und teure Sportstätten gebaut werden", sagte Niessen, "während ich gleichzeitig einen erheblichen Sanierungsbedarf im Bereich der Schulsportstätten und auch der Vereinssportstätten habe."

Eine Olympiabewerbung könne laut Niessen ein hervorragender Treiber auch für den Breitensport sein, "aber eine solche Bewerbung muss einhergehen mit einem klaren Signal, dass ein Bundesland sich auf den Weg macht, seine Sportstruktur zu stärken".

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