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Olympia

Kiefer locker in Runde zwei

SID
Kiefer
© Getty

Peking - Nach seinem perfekt erledigten Auftakt-Match öffnete Nicolas Kiefer erleichtert seine Gürteltasche und tauschte die neuesten Pins.

Souverän hatte der bekennende Olympia-Fan seine erste Partie des Tennisturniers mit 6:3, 6:1 gegen den überforderten Weißrussen Max Mirnyi gewonnen, nachdem er am Abend zuvor im Regen von Peking nach absolviertem ersten Satz in die Warteschleife geschickt worden war.

"Die erste Runde muss man erst einmal überstehen", atmete der 31-Jährige tief durch und erinnerte sich dabei an seine ersten Olympischen Spiele 2000 in Sydney, als er gleich nach dem ersten Match wieder abreisen musste.

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"Ich war unruhig"

Mit drei Breaks raubte er dem in der Weltrangliste nur noch auf Position 373 geführten Mirnyi nach der Wiederaufnahme die letzte Zuversicht und zog nach insgesamt nur 70 Minuten Spielzeit in die zweite Runde gegen den bestenfalls zweitklassigen Südafrikaner Kevin Anderson (ATP-Nr. 109) ein.

"Ich war unruhig und nervös, denn im Training lief es nicht so wie gewohnt. Es war sicher nicht mein bestes Spiel. Aber unterm Strich zählt nur der Sieg", erzählte Kiefer. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Luftverschmutzung seien die großen "Killer" meinte er, zudem würden die Bälle durch die feuchte Luft schwerer und größer, was nicht ganz einfach sei.

"Ein tolles Erlebnis"

Aber die Erfahrung Olympia macht das alles wett. "Es ist ein tolles Erlebnis", bemerkte der als Weltranglisten-21. beste deutsche Tennisprofi strahlend. Deshalb sei er auch bei der Eröffnungsfeier gewesen. "Wir hatten die Ehre, gleich hinter Dirk Nowitzki einzumarschieren. Das war super."

Und im olympischen Dorf sei ohnehin alles "so klasse wie noch nie. Neben uns wohnen die Beachvolleyballerinnen und unter uns die Wasserballer - da ist immer Ramba-Zamba."

 Die kleine deutsche Tennis-WG wird von Bundestrainer Patrik Kühnen und Rainer Schüttler komplettiert, der im Doppel mit Kiefer in Athen Silber geholt hatte. "Warum sollten wir das nicht wieder schaffen?" fragte Kiefer, warnte aber vor dem ersten Gegner: "Julian Knowle und Jürgen Melzer aus Österreich sind ein harter Brocken." Mit seiner Leistung war er nicht restlos zufrieden, obwohl Kühnen befand: "Er hat gestern und heute souverän gespielt. Das war richtig gut."

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