Cookie-Einstellungen
Olympia

Trotz Schlingpflanzen: Hacker findet Peking prima

SID
rudern, hacker
© Getty

Peking - Ruder-Ass Marcel Hacker findet in Peking trotz Schlingpflanzen-Alarm auf der Regattastrecke rundum alles prima und schmiedet bereits Pläne für die Olympischen Spiele 2012 in London.

"Es werden entspannte Wochen, das Leben könnte nicht schöner sein", sagte der Einer-Weltmeister von 2002 fröhlich.

Der 31-Jährige von der Frankfurter RG Germania ist vom Olympischen Dorf, in das er zusammen mit den Slalom-Kanuten als Erster aus dem deutschen Team eingezogen war, ebenso begeistert wie von der Regattaanlage im Olympia-Park Shunyi: "Das Wasser ist weich, da kann eine Menge passieren. Bei der Weltmeisterschaft in München 2007 war es hart wie ein Brett."

"Nicht Letzter werden"

An der Isar wurde er bei der Heim-WM Fünfter. Betont zurückhaltend äußert sich der gebürtige Magdeburger und Olympia-Dritte von 2000 über seine Erwartung vor dem Medaillenkampf in Peking. "Ich habe mir eigene Ziele gesetzt, die ich für mich behalte. Wenn ich sie öffentlich sage, würde man mir daraus wieder ein Strick gedreht", meinte Hacker, der im Scherz hinzufügte:

"Ich will jedenfalls nicht Letzter werden." Zu seine härtesten Rivalen dürften Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland), Ondre Synek (Tschechien) und Olympiasieger Olaf Tufte (Norwegen) zählen.

Smog kein Problem

Die Befürchtung, dass ihm in Peking wegen des bekannten Smog-Problems die Luft ausgehen könnte, fand er zunächst nicht bestätigt. "Das Horrorszenario hat sich nicht bewahrheitet. So habe ich es nicht erwartet, ich bin sehr zufrieden", stellte der 102 Kilogramm schwere Skuller, der wegen seiner extremen Klima-Fühligkeit extra früh anreiste, fest.

Auch die von Freiwilligen in größeren Mengen aus dem Wasser gefischten Schlingpflanzen stören ihn nicht: "Ich bin darin nicht hängen- und das Boot ist heil geblieben", sagte Hacker nach dem Training gelassen.

Kein Karriereende nach Peking

Der Industriemechaniker denkt aber schon über das in Peking anvisierte Einer-Finale am 14. August hinaus. "Vielleicht mache ich bis zu den Olympischen Spielen 2012 weiter", sagte Hacker.

Abhängig ist die Fortsetzung seiner Karriere auch von seinem Arbeitgeber und Sponsor, die Deutsche Bundesbahn.

Hoffnungen setzt er in ein Treffen mit Bahnchef Hartmut Mehdorn in der Olympia-Stadt. "Ich werde ihn bei einem Termin sehen und mit ihm darüber sprechen", so Hacker. "In Athen 2004 hatte er mir in einem Gespräch auch freie Fahrt bis Peking gewährt."

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung