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Wintersport

Ski alpin: DSV-Abfahrer bei Kriechmayr-Sieg weit zurück - Shiffrin überragend

SID
Andreas Sander enttäuschte.

Die deutschen Skirennläufer können ihre herausragenden WM-Leistungen zunächst nicht bestätigen - im Gegensatz zu Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr und Mikaela Shiffrin.

Andreas Sander und Romed Baumann sind nach ihren sensationellen Silber-Fahrten bei der WM in Cortina d'Ampezzo zurück im grauen Weltcup-Alltag. Bei der vorletzten Abfahrt der Saison in Saalbach-Hinterglemm kam Sander beim Sieg von Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich mit 2,04 Sekunden Rückstand nur auf Rang 25. Für Baumann, hinter Kriechmayr WM-Zweiter im Super-G, reichte es nach seiner Zwangspause immerhin zu einem soliden zwölften Rang (+1,51 Sekunden).

"Das hat schon gepasst, ich bin nicht unzufrieden", betonte Baumann. Der 35 Jahre alte Routinier war drei Wochen zuvor im Ziel der WM-Abfahrt spektakulär gestürzt und hatte dabei eine Gehirnerschütterung erlitten - eine Trainingspause folgte. Er habe sich ja erst "langsam wieder herantasten müssen nach der Brezn", ergänzte er. Sander dagegen wirkte zerknirscht. "Ich bin schon enttäuscht", bekannte er. Dominik Schwaiger belegte Rang 32 und ist wie Sander und Baumann für das Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (17. bis 21. März) qualifiziert.

Wie bei der packenden WM-Abfahrt, die er mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Sander gewonnen hatte, gelang Kriechmayr gleich mit Startnummer eins die beste Fahrt. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz, er liegt im Abfahrtsweltcup nun 68 Punkte vor dem am Samstag drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich. Feuz steht damit vor seinem vierten Sieg in Serie in der Disziplin-Wertung der Schussfahrer - dies gelang bisher nur Franz Klammer (Österreich, 1975 bis 1978).

Feuz' Teamkollege Marco Odermatt verkürzte mit einem starken fünften Rang seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Alexis Pinturault (Frankreich) auf 165 Punkte. Sieben Rennen stehen einschließlich des Super-G am Sonntag (11 Uhr) noch aus, ebenso bei den Frauen, wo Lokalmatadorin Petra Vlhova am Samstag im slowakischen Jasna bis auf 107 Punkte an Doppel-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (Schweiz) heranrückte. Am Sonntag folgt dort noch ein Riesenslalom (9.30/12.30 Uhr).

Ski alpin: Mikaela Shiffrin mit einem furiosen Lauf

Ein Heimsieg im Slalom wurde Vlhova allerdings von ihrer Rivalin Mikaela Shiffrin weggeschnappt. Die WM-Dritte aus den USA verdrängte die WM-Zweite mit einem furiosen zweiten Lauf noch vom ersten Rang und siegte mit 0,34 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde Olympiasiegerin Wendy Holdener (Schweiz). Lena Dürr belegte Rang zwölf, Jessica Hilzinger erzielte mit Rang 18 das beste Slalom-Ergebnis ihrer Karriere und zudem das beste in einem Einzelrennen.

Für Shiffrin war es der 69. Weltcup-Sieg und der 45. in einem Slalom - erfolgreicher in einer Disziplin war bislang nur der legendäre Schwede Ingemar Stenmark, der 46-mal Platz eins im Riesenslalom belegte. Zudem rückte Kombinations-Weltmeisterin Shiffrin im Slalom-Weltcup vor den letzten drei Rennen auf 45 Punkte an Rivalin Vlhova heran.

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