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Wintersport

Kombination: Faißt in Klingenthal Vierter - Riiber siegt und holt Gesamtweltcup

SID
Jarl Magnus Riiber wird von Atiko Watabe verfolgt.

Manuel Faißt ist beim Weltcup-Finale der Kombinierer in Klingenthal auf Platz vier gelaufen. Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber sichert sich Tages- und Weltcup-Gesamtsieg.

Der alte und neue Kombinierer-König Jarl Magnus Riiber jubelte bereits ausgiebig im Zielraum von Klingenthal über seine dritte Kristallkugel, als Manuel Faißt den deutschen Vierer-Fluch zu brechen versuchte. Doch wie schon bei der WM in Oberstdorf reichte es für die DSV-Athleten statt zum ersehnten Podium auch bei Teil eins des Weltcup-Finales wieder nur zu "Blech" - für Faißt selbst dennoch ein starkes Ergebnis.

Der 28 Jahre alte Schwarzwälder musste sich im Zielsprint um Platz drei keinem Geringeren als dem österreichischen Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter geschlagen geben und wurde Vierter. Dabei ist Faißt nur die etatmäßige Nummer fünf im deutschen Star-Ensemble, doch die langjährigen Erfolgs-Garanten wie Eric Frenzel und Johannes Rydzek blieben auch am letzten Wochenende einer schwierigen Saison hinter den Erwartungen zurück.

Jarl Magnus Riiber holt sich den Gesamtweltcup

Mit seinem achten Saisonsieg - dem 35. seiner Karriere - sicherte sich Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup. "Ich habe mein letztes großes Saisonziel erreicht, jetzt bin ich sehr glücklich", sagte Riiber. Der erst 23 Jahre alte Skandinavier macht damit Jagd auf die großen Bestmarken: 48 Weltcupsiege hat der Finne Hannu Manninen gefeiert, bei fünf Gesamterfolgen steht Frenzel.

Riiber, der bei der WM in Oberstdorf wie Lamparter einen Einzel- und einen Mannschafts-Titel gewonnen hatte, lag nach dem Springen bereits in Führung und setzte sich im 10-km-Langlauf zusammen mit dem Japaner Akito Watabe deutlich ab. Im Finale war Riiber der Frischere und siegte mit 0,7 Sekunden Vorsprung. Der erst 19 Jahre alte Lamparter lag 1:05,3 Minuten, Faißt (Baiersbronn) eine weitere Sekunde dahinter.

Schon bei der WM in Oberstdorf waren zwei vierte Plätze für Frenzel (Geyer) die besten deutschen Einzelergebnis gewesen. Rekord-Weltmeister Frenzel landete am Samstag hinter dem sichtlich verbesserten Johannes Rydzek (Oberstdorf/6.) und Fabian Rießle (Breitnau/9.) auf Platz zehn. Vinzenz Geiger (Oberstdorf), der vor der WM-Pause beide Rennen in Klingenthal gewonnen hatte, kam nur auf Rang 15 und muss im letzten Saisonrennen am Sonntag um seinen zweiten Platz im Gesamtweltcup vor Watabe bangen.

Klingenthal war wegen des Schneemangels beim geplanten Ausrichter Schonach als Schauplatz für die finalen Saisonrennen eingesprungen. Bei der Heim-WM in Oberstdorf hatten die deutschen Kombinierer eine Einzelmedaille verpasst, mit zwei Medaillen aus den Teamevents stand am Ende die schlechteste Bilanz seit 1999.

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