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Wintersport

Ski alpin, Weltcup-Finale: Straßer zum Abschluss Neunter

Von SPOX/SID
Linus Straßer beendet die Ski-Saison mit einem neunten Platz in Lenzerheide.

Skirennläufer Linus Straßer hat im letzten Rennen der Saison eine Podestplatzierung verpasst. Beim abschließenden Slalom im Rahmen des Weltcup-Finales in Lenzerheide/Schweiz fehlten ihm zunächst nur 0,10 Sekunden zu Rang drei, nach einem verpatzten zweiten Durchgang fiel er beim Sieg von Manuel Feller aus Österreich aber von Platz fünf auf Rang neun (+1,24 Sekunden) zurück.

Den Sieg im Slalom-Weltcup hatte sich schon zuvor Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz gesichert. Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault (Frankreich) belegte im letzten Rennen Rang drei.

Straßer bezeichnete seine Saison, in der er den Slalom von Zagreb gewann und gleich darauf Platz zwei in Adelboden belegte, als "extrem gut". Er habe "sehr, sehr sehr gute Rennen" gezeigt, was ihn aber vor allem freue, "ist die absolut positive Entwicklung, die ist auch noch nicht fertig, ich freue mich auf das, was kommt."

Straßer, der am Freitag auch zum zweiten Rang im Mannschaftswettbewerb beigetragen hatte, war in diesem Winter an drei der fünf deutschen Top-Drei-Platzierungen beteiligt. Einen dritten Rang belegten auch Kira Weidle und Alexander Schmid.

Ski alpin: Slalom der Herren in Lenzerheide im Liveticker zum Nachlesen

Der Endstand:

Pos.NameGesamtDiff.
1Manuel Feller1:47.24
2.Clement Noël1:47.32+ 0.08
3.Alexis Pinturault1:47.35+ 0.11
4.Alex Vinatzer1:47.56+ 0.32
5.Loic Meillard1:47.57+ 0.33

Swiss-Ski: Zenhäusern scheidet in Durchgang zwei aus

Bei den Eidgenossen fällt das Fazit des heutigen Slaloms nicht optimal aus, schließlich konnte kein Schweizer ganz vorne mitfahren. Zenhäusern schied als größte Siegeshoffnung auf Platz vier liegend aus. In der Breite dennoch eine gute Mannschaftsleistung: Loic Meillard zeigte als Fünfter ein insgesamt starkes Rennen, Luca Aerni (Siebter) und Tanguy Nef (Zehnter) jeweils gute zweite Läufe. Insgesamt konnte die Saison kaum besser laufen für die Schweizer, sie sind die beste Nation des Alpin-Winters 2020/21!

ÖSV: Fellers Sieg überstrahlt zwei Ausfälle und Schwarz' zweiten Lauf

Bei Rot-Weiß-Rot war die Ausgangslage nach dem ersten Lauf unglaublich gut, nach dem zweiten Lauf blieb nur der starke Manuel Feller unter den Besten. Marco Schwarz verpasste mit groben Fehler den Sieg und wird Sechster, Blacky gewinnt aber die kleine Kristallkugel der Slalomwertung, das war schon vorher klar. Adrian Pertl scheidet mit Top-Ausgangslage aus, auch Michi Matt brachte seinen Lauf nicht ins Ziel. Christian Hirschbühl beendet die Saison mit einem starken elften Platz.

Feller gewinnt letztes Rennen der Saison:

Zwei Fahrer mit fulminanten zweiten Läufen stehen auf dem Podium, einer von ihnen ganz oben: Manuel Feller absolvierte einen grandiosen Lauf und konnte von Platz sechs auf Platz eins vorfahren. Das Treppchen wird von zwei Franzosen komplettiert: Clement Noël verpasste als Zweitschnellster des ersten Laufes nur um acht Hundertstel den Sieg und wird Zweiter. Pinturault fuhr als Gesamtweltcup-Sieger befreit auf und holte sechs Plätze auf: von Platz neun auf Platz drei!

Marco Schwarz (AUT):

Ein österreichischer Sieg zum Abschluss steht also fest! Aber wer wird es? Marco Schwarz, genannt Blacky, startet gut in den zweiten Lauf und verliert nicht allzu viel Zeit. Im Mittelteil scheint er sich nun mit seinem Landsmann und Teamkollegen zu duellieren, doch dann der Schockmoment: Nach einem groben Fehler ist die Zeit weg, Schwarz fährt als Sechster ins Ziel! Feller gewinnt!

Clement Noël (FRA):

Kann der Franzose etwa acht Zehntel Vorsprung ins Ziel retten? Im Steilhang sieht es nicht danach aus, der Franzose verliert seinen Vorsprung oben komplett. Im Flachen unten fühlt sich Noël aber wohl, er ist schnell und dynamisch in den Beinen, so wird es doch noch knapp. Acht Hundertstel entscheiden im Ziel - zugunsten von Feller!

Adrian Pertl (AUT):

Werden es hier österreichische Festspiele zum Saisonfinale? Der ÖSV-Youngster Adrian Pertl attackiert ebenfalls, doch wie schon sein Vorläufer scheidet er genau deshalb aus: Bei einem Linksschwung rutscht er in Innen- und Rücklage weg - Feller auf dem Stockerl!

Ramon Zenhäusern (SUI):

Kann Feller mit seiner starken Fahrt sogar die Podestplätze angreifen? Der nächste Athlet attackiert seine Führung, er kommt aus der Schweiz und ist für einen Slalom-Fahrer ungewöhnlich groß. Nach dem Steilhang blinkt die Zeit zwar rot auf, doch im Mittelteil holt er ein wenig auf. Er geht volles Risiko, bleibt aber hängen und scheidet aus!

Linus Straßer (GER):

Nun die deutsche Podesthoffnung! Linus Straßer findet aber im gesamten Kurs nicht in den Rhythmus des Laufes herein und verliert schon im Steilhang einige Zehntel. Der DSV-Starter wirkt nervös und fährt hektisch. So reicht es auf keinen Fall zur Führung, auf Platz sieben fällt er sogar zurück - schade!

Manuel Feller (AUT):

Sehr hohes Niveau war das bei den letzten Athleten! Und jetzt mischt Feller das Feld noch auf: Der Österreicher fährt voll auf Attacke, kann dabei aber ruhiger im Oberkörper bleiben als gewöhnlich. Oben und im Mittelteil baut er seinen Vorsprung aus, doch im unteren Flachstück verliert er noch ein bisschen. Reicht es? Ja, Führung für Feller!

Loic Meillard (SUI):

Obwohl der Eidgenosse eine sehr starke Slalom-Saison gefahren ist, stand er nie auf dem Treppchen. Zwölf mickrige Hundertstel nimmt Meillard oben mit, ist auch nach dem Steilhang noch voll in Schlagdistanz. Der technisch versierte Schweizer kann sich aber knapp nicht durchsetzen und fällt eine Hundertstel hinter Vinatzer auf Platz drei zurück.

Alex Vinatzer (ITA):

Die Top Acht ist am Start! Und der Italiener muss sich natürlich jetzt mit diesem starken Lauf vom befreit aufgefahrenen Franzosen messen. Im Steilhang verliert Vinatzer ein wenig, das kann er unten aber wieder aufholen - dort war Pinturault nicht einwandfrei gefahren. Reicht es für die Führung? Nein, zwei Zehntel fehlen im Ziel.

Alexis Pinturault (FRA):

Wow, was eine Vorstellung von dem Franzosen! Vor allem oben fährt der Gesamtweltcup-Sieger phänomenal, baut seinen Vorsprung gegenüber dem Führenden sogar aus. Rhythmisch ist Pinturault gut im Kurs, unten verliert er zwar noch wenige Zehntel, dennoch reicht es mit der zweitbesten Laufzeit deutlich für die Führung. Er zeigt, dass er sich die große Kristallkugel verdient hat!

Victor Muffat Jeandet (FRA):

Der erste Athlet seit langem kann im Ziel die Führungszeit von Aerni attackieren. Muffat Jeandet nahm aber auch schon mehr als eine Sekunde Vorsprung mit ins Rennen und versucht, diese nach unten zu retten. Ganz knapp wird es, als er über die Ziellinie fährt - schafft er es? Nein, Aerni bleibt in Führung!

Michael Matt (AUT):

Schon nach zwei Stangen verkantet sich der Österreicher und verliert damit wohl mehr als eine Sekunde. Das möchte er danach fulminant aufholen, das geht nach hinten los. Michi Matt fädelt ein und landet bei dem Sturz unglücklich auf den Rücken, den er sich anschließend hält. Hoffentlich hat sich der Österreicher nichts dabei getan!

Filip Zubcic (CRO):

Wow, auch der Kroate fällt hinter die beiden Schweizer zurück, insgesamt lässt der Riesenslalom-Spezialist zwei Zehntel auf dem gesamten Hang liegen.

Henrik Kristoffersen (NOR):

Aerni macht also immer mehr Plätze gut, kann Kristoffersen sich jetzt vor ihn schieben? Nein, oben ist der Norweger zwar noch gut dabei, doch jeder Athlet verliert gegenüber dem führenden Schweizer im Mittelteil mehrere Zehntel. Eine schwache Vorstellung in einer durchwachsenen Saison!

David Ryding (GBR):

Der Brite ist hektisch unterwegs, ein paar Mal ist er kurz vor dem Ausscheiden. Er hält sich jeweils im Rennen und auch die Zeiten sind noch in Ordnung. Nach unten hin wird sein wilder Ritt aber nicht besser, so geht es auf Platz vier zurück.

Tanguy Nef (SUI):

Direkt im Anschluss sein Landsmann, der es oben ausnutzt, dass Aerni dort schwach gefahren war. Sechs Zehntel muss er ab da ins Ziel bringen, mit der unten sensationellen Fahrt seines Vorläufers kann Nef aber nicht mithalten und schiebt sich auf Rang zwei.

Luca Aerni (SUI):

Knapp vier Zehntel nimmt der Eidgenosse aus dem Starthaus mit, die sind bis zur ersten Zwischenzeit schon weg. Das scheint der Schweizer zu merken und dreht anschließend auf! Vor allem in den unteren Passagen ist er flink und bewegt sich schnell, baut seinen Vorsprung wieder aus und übernimmt deutlich die Führung - stark!

Christian Hirschbühl (AUT):

Warum gibt es keine Weltcup-Punkte für den Russen? Eine Besonderheit im Weltcup-Finale sorgt dafür: Nicht die besten 30, sondern die besten 15 Athleten bekommen Punkte zugesprochen. Mit einer guten Fahrt wird Hirschbühl zunächst im Hot Seat Platz nehmen dürfen. Im Ziel schreit er seine Freude über sieben Zehntel Vorsprung heraus: Na, endlich mal!

Alexandr Khoroshilov (RUS):

Nach einem schon nicht zufriedenstellenden ersten Lauf ist der Russe im Zielraum auch mit seiner zweiten Fahrt unzufrieden - insgesamt lief seine Saison nicht wie gewünscht. Weltcup-Punkte wird es für ihn heute wohl nicht geben, er fällt hinter den Slowenen Hadalin zurück.

Stefan Hadalin (SLO):

Nun aber zum Sport: Grange hat also nicht gefinisht, so wird Hadalin die Führung als erster Läufer übernehmen. Insgesamt ist der Lauf vom Schweizer Trainer ähnlich gesetzt wie der erste. Ein paar Stellen sind etwas drehender gesteckt, Hadalin setzt die erste Richtzeit.

Jean-Baptiste Grange (FRA):

Vor allem der Mensch Jean-Baptiste Grange war wichtig für das ganze französische Team. Auf Schultern wird er durch den Zielraum getragen, die Athleten oben verfolgen die letzten Szenen des Franzosen. Ein paar Minuten werden Grange gegeben - ein schöner Moment für alle Beteiligten!

Jean-Baptiste Grange (FRA):

Ein großer Moment für den Franzosen: Ausgerechnet der Startläufer verabschiedet sich heute aus dem Alpin-Zirkus. Jeder Athlet entscheidet sich, diesen Moment anders zu genießen: Hannes Reichelt fuhr vor einigen Tagen in der Tracht herunter, Didier Cuche verabschiedete sich auf alten Holz-Skiern. Der Franzose entscheidet sich dafür, den Lauf nicht anzutreten, sondern auf Skiern den Hang so abzuschwingen. Im Zielraum steht ein Spalier mit Sektflaschen für ihn bereit. Auf dem Weg nach unten hatte er schon ein paar Mitstreiter seines Weges gedrückt.

Die letzte Entscheidung steht an:

Die Vorläufer sind unterwegs, der finale Slalom-Durchgang im Weltcup-Finale wird jeden Moment von Jean-Baptiste Grange eröffnet. Andere Bedingungen als im ersten Lauf: In der Lenzerheide hat es angefangen, leicht zu schneien.

Straßer mit Podest zum Abschluss?

Auf Platz fünf liegend hat der einzige Deutsche im Slalom-Feld noch alle Chancen auf einen Podestplatz, ca. sieben Zehntel beträgt sein Rückstand. Nach einer insgesamt starken Saison könnte der zuletzt etwas formschwächere Linus Straßer einen tollen Saisonabschluss feiern - was macht er aus seiner guten Ausgangsposition?

Noël ist ärgster Verfolger:

Clement Noël ließ sich im ersten Lauf nicht so einfach abschütteln, der Franzose war nur zwei Zehntel langsamer Zweitschnellster. Youngster Adrian Pertl legte nach seiner Silbermedaille bei der WM nach und jagt heute als Dritter die beiden Führenden. Ramon Zenhäusern ist auf Platz vier in Lauerstellung.

Wer gewinnt in der Lenzerheide?

Die Kämpfe um die Kristallkugeln sind alle entschieden, der volle Fokus liegt also auf dem heutigen Einzelsieg. Marco Schwarz ist mit der Laufbestzeit von Durchgang eins der größte Favorit auf den Tagessieg, der Kombinationsweltmeister stand in beinahe jedem Slalom-Weltcuprennen dieser Saison auf dem Stockerl. Nur bei der WM lief es in seiner Spezial-Disziplin nicht: Er schied aus. Schließt er heute eine überragende Saison mit einem Sieg ab?

Welcome back!

In einer Viertelstunde beginnt der finale Lauf der Alpin-Saison. Nachdem im Riesenslalom der Frauen sich die Neuseeländerin Alice Robinson zur letzten Siegerin krönte, schickt sich bei den Männern ein Athlet aus den Alpenrepubliken an.

Bis gleich!

Der zweite Durchgang ist der letzte Lauf des alpinen Winters und startet um 13:45 Uhr. Aus deutscher Sicht ist dieser mit Spannung besetzt, Linus Straßer befindet sich in guter Ausgangsposition!

Straßer nach starkem Lauf mit allen Chancen:

Platz fünf bei sieben Zehnteln Rückstand für den DSV-Starter - eine solide Ausgangssituation für den zweiten Durchgang! Linus Straßer war zwischenzeitlich noch näher an den Führenden herangerückt, im unteren Flachstück verlor er aber wenige Zehntel. Vor ihm lauern mit etwa einer Zehntel weniger Rückstand Ramon Zenhäusern auf Rang vier und der ÖSV-Youngster Adrian Pertl auf Platz drei.

Schwarz und Noël vorneweg:

Der erste Durchgang ist damit beendet, ganz vorne liegen erwartungsgemäß die Top-Athleten: Marco Schwarz konnte mit einem starken Lauf seine Startnummer eins ausnutzen und liegt in Führung, Clement Noël ist ihm mit nur etwa zwei Zehnteln Rückstand dicht auf den Fersen.

Benjamin Ritchie (USA):

Der Junioren-Weltmeister fährt im Steilhang gut und kann auch im Mittelteil den Rückstand in Grenzen halten. Bei der Einfahrt in den Steilhang verliert er jedoch die Kontrolle über seine Bretter und scheidet aus, dennoch hat der US-Amerikaner eine aussichtsreiche Zukunft vor sich liegen.

Christian Hirschbühl (AUT):

Der letzte Österreicher bringt eine Zeit ins Ziel, die ihn auf Platz 17 bringt.

Stefan Hadalin (SLO):

Genau drei Sekunden Rückstand hat der Slowene im Ziel, das Gute: Hadalin kann Aufholjagden im zweiten Durchgang!

Tanguy Nef (SUI):

Der letzte im Team der Swiss-Boys reiht sich auf Platz 15 ein und darf auf Weltcup-Punkte hoffen.

Manfred Mölgg (ITA):

Der Alterspräsident rutscht über den Innenski aus und scheidet aus. Manni Mölgg beendet somit nach dem ersten Durchgang die Saison, denkt aber wohl noch nicht an ein Aufhören.

Kristoffer Jakobsen (SWE):

Der Schwede könnte doch noch für eine starke Zeit sorgen, oder? Im Steilhang ist er verhältnismäßig gut dabei, doch Jakobsen scheidet einfach zu oft aus. So ist es auch heute, im Mittelteil fädelt er bei einem Rechtsschwung ein.

Jean-Baptiste Grange (FRA):

Auch der 36-Jährige hat keine Chancen auf ein Top-Ergebnis und wird durchgereicht.

Alexandr Khoroshilov (RUS):

Die Bedingungen werden schwieriger, analog dazu die Zeiten schlechter: Der Russe Khoroshilov verliert kontinuierlich zu viel auf den Führenden und liegt im Ziel beinahe drei Sekunden hinter Schwarz.

Luca Aerni (SUI):

Der Italiener zeigte also, was hier noch in der Piste steckt - bei mittlerweile schwieriger gewordenen Sichtbedingungen. Luca Aerni fährt schwach und ist der neue Letzte auf dem Tableau.

Alex Vinatzer (ITA):

Starke Vorstellung des Italieners! Nach einem von oben bis unten flüssigen und rhythmischen Lauf beträgt der Rückstand nur genau eine Sekunde.

Filip Zubcic (CRO):

Nach kurzer Präparierungspause geht es mit dem Kroaten weiter. Gestern wurde er in seiner Paradedisziplin, dem Riesenslalom, starker Zweiter. Das wird er heute nicht wiederholen können und fährt als Elfter in den Zielraum, in dem übrigens auf einer großen Leinwand die Familien der Athleten per Videoanruf live zugeschaltet werden und grüßen dürfen.

David Ryding (GBR):

Der Brite fährt einen technisch sauberen ersten Lauf, doch insgesamt ist er zu vorsichtig. Dave Ryding ist im Ziel nicht zufrieden mit seiner Zeit, er übernimmt vorerst die rote Laterne und wird im zweiten Durchgang aufholen wollen.

Victor Muffat Jeandet (FRA):

Der Franzose kann es seinem starken Teamkollegen Noël, der immer noch auf Platz zwei verweilt, nicht gleichmachen. Im Zielraum beträgt sein Rückstand auf den führenden Österreicher etwa anderthalb Sekunden.

Daniel Yule (SUI):

Die Pistenbedingungen in der Lenzerheide sind übrigens ungewöhnlich eisig für diese Jahreszeit. Vor allem im Steilen ist der Hang extrem anspruchsvoll. Yule kommt im Heimweltcup damit nicht gut klar, sein ganzer Lauf ist durchwachsen. Im Mittelteil baut er dann einen ähnlichen Fehler wie Gstrein ein und scheidet mit einem Sturz aus.

Alexis Pinturault (FRA):

Der Gesamtweltcup-Sieger darf - anders als lange erwartet - im letzten Rennen der Saison befreit auffahren, denn die große Kugel hat er sicher. Der Slalom war diese Saison aber nicht unbedingt seine stärkste Disziplin, heute reiht er sich auf Platz acht ein.

Michael Matt (AUT):

Michi Matt fährt einen zu harten Schwung und fällt damit etwas weiter zurück. Nur Kristoffersen lässt er hinter sich.

Fabio Gstrein (AUT):

Gleich der nächste Youngster der Österreicher: Fabio Gstrein ist bei einem Geländeübergang zu weit in Rücklage und wird so herauskatapultiert. Der Sturz scheint glimpflich auszugehen, seine Saison ist damit trotzdem vorzeitig beendet.

Adrian Pertl (AUT):

Das Jungtalent des ÖSV zeigt, was er draufhat! Vor allem im Steilhang ist das eine ganz starke Vorstellung, dort duelliert er sich Kopf an Kopf mit seinem Landsmann. Der Vizeweltmeister verliert nur im Flachstück ein paar Zehntel - auf Platz drei dennoch eine starke Ausgangsposition!

Loic Meillard (SUI):

Der technisch versierte Schweizer bringt einen in sich sehr konstanten Lauf ins Ziel. Kurz hinter Feller reiht er sich ein, das ist vollkommen in Ordnung für den Eidgenossen.

Manuel Feller (AUT):

Der zweite Österreicher fährt für seine Verhältnisse einen recht ruhigen ersten Lauf. Lange ist er sehr gut dabei, im unteren Flachstück ist sein Teamkollege Schwarz aber unglaublich schnell gewesen. Feller kann den Rückstand unter einer Sekunde halten.

Henrik Kristoffersen (NOR):

Der Norweger ist diese Saison einfach eine Wundertüte. In diesem durchwachsenen Winter lässt er manchmal seine alte Klasse aufblitzen, im nächsten Rennen ist er dann kaum in der Weltspitze dabei. Kristoffersen hat wohl vor allem in der Materialabstimmung Probleme, heute ist es ein gebrauchter erster Lauf.

Linus Straßer (GER):

Der Deutsche katapultiert sich aus dem Starthaus! Oben hätte er ein wenig die Bremse lösen können, bleibt sehr lange auf der Kante und verliert dadurch im Steilhang eine halbe Sekunde. Im Mittelteil kann er aufholen, im Flachstück ganz unten verliert er noch ein wenig. Sieben Zehntel Rückstand im Ziel - für Straßer in Ordnung!

Sebastian Foss Solevag (NOR):

Der Weltmeister fährt zu Beginn schnell. Das größte Problem des Norwegers ist, dass er sich meist zu weit hinten hereinsetzt. Genau das wird ihm zum Verhängnis, er scheidet aus.

Ramon Zenhäusern (SUI):

Der großgewachsene Eidgenosse ist im Steilhang sehr gut, die Zeiten blinken zweimal grün auf. Im Flachen unten verliert er jedoch ein paar Zehntel, er war nicht so schnell in den Beinen wie seine beiden Vorläufer. Damit geht es vorerst auf Platz drei!

Clement Noël (FRA):

Oben hat der Franzose ein paar Zehntel Rückstand aufgebaut, im Mittelteil fährt er vor allem die Vertikalen extrem schnell, der Franzose kann einfach einen sehr schnellen Schwung fahren. Dennoch reicht es knapp nicht an die Zeit von Schwarz heran.

Marco Schwarz (AUT):

Der Kurs ist sehr unterschiedlich gesetzt, manche Passagen sind eher drehend, nach einem Rhythmuswechsel sind die nächsten Stangen dann sehr in der Falllinie gesetzt. Der Startläufer im roten Trikot kommt gut damit klar und wirkt vor allem in den Beinen dynamisch. Die erste Richtzeit ist eine starke.

Los geht's!

Das letzte Rennen der Saison startet in wenigen Momenten, wir freuen uns auf ein spannendes Slalom-Finale!

Vor Beginn:

Der Favoritenkreis wird ergänzt von starken Franzosen und Norwegern. Für die Equipe de France starten unter anderem Clement Noël, der zuletzt in Kranjska Gora gewann, und der Gesamtweltcup-Sieger Alexis Pinturault. Weltmeister Sebastian Foss Solevag und Henrik Kristoffersen gehören ebenfalls zu den Favoriten. Letzterer kann immer wieder seine Klasse aufblitzen lasse, fährt aber insgesamt seinen eigenen Ansprüchen hinterher.

Vor Beginn:

In der heimischen Lenzerheide soll es für die Swiss-Boys zum Abschluss noch ein Platz auf dem Treppchen geben. Der größte Anwärter darauf ist der Zweitplatzierte in der Slalom-Wertung, Ramon Zenhäusern. Holt sich der großgewachsene Schweizer einen Platz unter den besten Drei im letzten Rennen? Loic Meillard ist Riesenslalom-Spezialist, konnte aber auch im Slalom diese Saison überzeugen. Die restlichen Swiss-Boys würden mit einer Top-Platzierung überraschen, wenngleich die Formkurve von ihnen zuletzt eher nach oben zeigte: Daniel Yule, Luca Aerni und Tanguy Nef komplettieren das Team der Eidgenossen.

Vor Beginn:

Mit sechs Athleten stellt der ÖSV in der Lenzerheide die Nation mit den meisten Sportlern (beim Weltcup-Finale darf nur die Top 25 der Disziplinenwertung antreten). Gleichzeitig kommt der Gewinner der kleinen Kugel aus der Alpenrepublik: Marco Schwarz liegt uneinholbar auf Platz eins der Slalom-Wertung. Er wird heute das Rennen eröffnen und peilt nach einem eher bedachten und vorsichtigen Auftritt in Kranjska Gora den letzten Tagessieg anpeilen. Gehört einer seiner Teamkollegen heute zur Konkurrenz? Manuel Feller war nach starkem Saisonbeginn zuletzt nicht mehr ganz so stark. Nachwuchstalent Adrian Pertl überraschte bei der WM mit seiner Silbermedaille, auch auf Fabio Gstrein und Michael Matt ist zu achten. Christian Hirschbühl qualifizierte sich ganz knapp für das Finale und hat nur Außenseiter-Chancen.

Vor Beginn:

Auf eine unter dem Strich starke Saison 2020/21 blickt der beste deutsche Slalom-Fahrer zurück: In Zagreb gewann er den ersten Spezialslalom seiner Karriere, vier Tage später wurde er in Adelboden Zweiter. Wenngleich die ganz starken Ergebnisse danach ausblieben, ist er als momentan Siebter der Disziplinenwertung endgültig in der Slalom-Weltspitze angekommen. Mit breiter Brust dürfte er heute an den Start gehen, denn am Freitag wurde er schon Zweiter im Team-Parallel-Wettbewerb - anders als bei der WM (dort war er nur Ersatzfahrer) auch als aktiver Teil des Teams. Er ist der einzige Deutsche im Weltcup-Finale und hofft auf einen guten Abschluss einer starken Saison!

Vor Beginn:

Die wichtigen Entscheidungen im Weltcup der Herren sind bereits gefallen. Die große Kristallkugel geht an Alexis Pinturault. Diese sicherte sich der Franzose nach seinem gestrigen Riesenslalom-Sieg. Auch der Slalom-Weltcup hat mit Marco Schwarz bereits einen Sieger. Linus Straßer ist vor dem heutigen Rennen Siebter im Slalom. Sein Vorsprung auf Pinturault beträgt jedoch nur 14 Punkte. Kann der Deutsche seinen Platz verteidigen?

Vor Beginn:

Los geht es um 10.30 Uhr (1. Durchgang). Der zweite und finale Durchgang geht um 13.45 Uhr über die Bühne. Die Damen absolvieren ihr Saisonfinale in Form eines Riesenslaloms heute um 9 Uhr/12 Uhr.

Vor Beginn:

Herzlich willkommen zum Slalom der Herren in Lenzerheide. Es ist der letzte Wettkampf in dieser Saison.

Ski alpin: Slalom der Herren in Lenzerheide heute im TV und Livestream

Für die Übertragung des Herren-Slaloms in Lenzerheide ist die ARD verantwortlich. Sowohl im Free-TV als auch im kostenlosen Livestream bietet der öffentlich-rechtliche Sender das Finale an.

Auch bei Eurosport/DAZN seht Ihr das Rennen heute live. Eurosport zeigt beide Läufe, dank der Kooperation mit DAZN gibt es den Slalom zugleich auch beim "Netflix des Sports" zu sehen.

Sichert Euch den kostenlosen Probemonat von DAZN und schaut zahlreiche Sportarten im Livestream. Das Abo kostet dann nach dem Gratismonat 11,99 Euro pro Monat und 119,99 Euro pro Jahr.

Ski alpin: Der Stand im Weltcup der Herren

RangNamePunkte
1Alexis Pinturault1100
2Marco Odermatt1069
3Loïc Meillard760
4Marco Schwarz754
5Matthias Mayer700
6Vincent Kriechmayr675
7Henrik Kristoffersen668
8Filip Zubčić664
9Beat Feuz607
10Aleksander Aamodt Kilde560

 

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