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Wintersport

Vierschanzentournee: Granerud gewinnt Qualifikation in Innsbruck - Deutsches Duo in Top-10

SID
Halvor Egner Granerud ist der Führende im Gesamtweltcup.
© getty

Alles auf Angriff: Karl Geiger reist mit allen Siegchancen zur zweiten Halbzeit der Vierschanzentournee nach Österreich. Die Konkurrenz kommt allerdings mächtig in Fahrt.

In bester Laune und zu Scherzen aufgelegt setzten Karl Geiger und Markus Eisenbichler am Samstag zum ersten Gipfelsturm am Bergisel an. Auch wenn eine immens herausfordernde Vierschanzentournee den beiden besten deutschen Skispringern diesmal nicht den gewohnten Ruhetag nach Wettkampf zwei in Garmisch-Partenkirchen gönnte, wirkten sie frisch wie der sonnige Tiroler Wintermorgen - die Chance auf den großen Coup verleiht offenbar Flügel.

"Die Stimmung ist nach wie vor picobello. Die Jungs sind mit Spaß dabei, so muss es sein", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher vor der Qualifikation in Innsbruck am Samstagmittag, die dem dritten Springen am Sonntag (13.30 Uhr live auf DAZN) vorausging: "Wenn man in der Lage ist mitzuspringen, dann ist man entspannt, und dann rennt der Schmäh. Und dann können außergewöhnliche Leistungen passieren."

Außergewöhnlich ist schon jetzt, was das deutsche Topduo bei dieser Tournee abliefert. Nach seinem Sieg in Oberstdorf und der grandiosen Aufholjagd von Platz 14 auf fünf im Neujahrsspringen geht Geiger als Zweitplatzierter mit nur vier Punkten - umgerechnet 2,22 Meter - Rückstand auf den führenden Norweger Halvor Egner Granerud in die zweite Halbzeit. Der erste deutsche Tourneesieg seit Sven Hannawald vor 19 Jahren ist absolut möglich - auch wenn Geiger Nachfragen in diese Richtung stoisch abbügelt.

Geiger: Vierschanzentournee wird in Bischofshofen entschieden

"In Bischofshofen wird's entschieden. Ich will gar nicht darüber sprechen. Nächster Wettkampf, einfach Vollgas geben, und dann schauen wir", sagte er vor seinem ersten Auftritt am Bergisel, in dem er ohne großes Risiko auf Qualifikations-Platz sieben flog, während Granerud vorne lag und Eisenbichler Vierter wurde.

In Innsbruck hat nach Hannawald bei seinem Grand Slam 2001/02 nur noch Richard Freitag 2015 ein Tourneespringen gewonnen. Frischer ist die Erinnerung an die WM 2019, als Eisenbichler vor Geiger Weltmeister wurde, beide zusammen Gold im Teamspringen abräumten.

"Aber vergangenes Jahr war es in Innsbruck wie jetzt in Garmisch - da dachte ich nach dem ersten Durchgang auch schon, das Ding ist durch", sagt Geiger. Damals kam er ebenfalls als Gesamtzweiter an den Bergisel, stürzte im ersten Durchgang auf Platz 23 ab und wahrte schließlich mit Platz acht noch alle Tourneechancen - letztlich wurde Geiger Gesamtdritter. Eisenbichler rettete sich vor Jahresfrist als 30. hauchdünn in den zweiten Durchgang, verlor schließlich als 23. alle Podestambitionen.

Vierschanzentournee: Polen in Lauerstellung

Beide sind also gewarnt - was an den Zielen aber nichts ändert. "Wir werden denen da oben schon zeigen, wo Barthel den Most holt", sagt Eisenbichler, der als Gesamtfünfter mit 23,5 Punkten (13 Meter) Rückstand auf Granerud allerdings eher Außenseiter auf den Tourneesieg ist.

Während Granerud, in neun Saisonspringen nie schlechter als Vierter, der Topfavorit ist, beeindruckten in Garmisch-Partenkirchen die erfahrenen Polen, die sich bestens erholt vom Beinahe-Ausschluss in Oberstdorf zeigten. Titelverteidiger und "GAP"-Sieger Dawid Kubacki (30) liegt 8,6 Punkte hinter Granerud, der zweimalige Tourneesieger Kamil Stoch (33) hat als Dritter mit 6,7 Punkten Rückstand noch beste Chance, der nach Premierengewinner Sepp Bradl 1953 zweitälteste Vierschanzenchampion der Geschichte zu werden.

"Die Polen haben gezeigt, dass sie nicht umsonst gekämpft haben", sagt Horngacher, bis 2019 selbst Coach des Teams Polska, der aber Gefallen an der Konkurrenz-Situation gefunden hat: "Cool, wenn sich die besten Springer der Welt auf so einem wahnsinnigen Niveau matchen."

 

Vierschanzentournee: Die Duelle der Deutschen in Innsbruck

SpringerGegner
Markus Eisenbichler (4.)Maciej Kot (POL)
Karl Geiger (7.)Simon Ammann (SUI)
Martin Hamann (20.)Cene Prevc (SLO)
Piuis Paschke (35.)Robert Johannsson (NOR)
Severin Freund (41.)Philipp Aschenwald (AUT)
Constantin Schmid (46.)Kamil Stoch (POL)

 

 

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