Wintersport

"Ärgert mich ein bisschen": Doll verpasst Podium beim vorgezogenen Saisonfinale

SID
Benedikt Doll wurde im Sprint von Kontiolahti Sechster.
© getty

Der Biathlon-Weltcup trotzt der Coronavirus-Pandemie. Im "Geister-Sprint" von Kontiolahti verpasste Benedikt Doll das Podium knapp.

Benedikt Doll trauerte sichtlich der verpassten Chance beim "Geister-Sprint" in Kontiolahti nach. "Es ärgert mich schon ein bisschen, ein Podium wäre drin gewesen", sagte der sechstplatzierte Doll: "Ich habe mich am Schießstand richtig gut gefühlt."

Doch ein Fehler im Stehendanschlag kostete dem Ex-Weltmeister beim vorgezogenen Saisonfinale in Finnland den Platz in den Top drei. "Einigermaßen glücklich" sei er trotzdem über die gute Ausgangsposition für das Verfolgungs-Rennen am Samstag, sagte Doll in der ARD.

Weltcup-Finale in Oslo ersatzlos gestrichen

Der Weltverband IBU hatte am Donnerstag knapp 90 Minuten vor dem Rennen auf Empfehlung der finnischen Regierung entschieden, kurzfristig keine Zuschauer zuzulassen. Es war eine Vorgabe der lokalen Behörden, keine Events mit mehr als 500 Teilnehmern zu veranstalten.

"Wir setzen um, was uns vorgegeben wird. Wir wollen versuchen, das Wettkampfwochenende durchzuziehen. Das sind wir den Athleten schuldig", sagte IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler. Während die Welt des Sports also unaufhaltsam auf einen Stillstand zusteuert und diverse Veranstaltungen abgesagt werden, will der Biathlon-Weltverband noch bis Sonntag durchhalten.

Denn das geplante Weltcup-Finale am legendären Holmenkollen in Oslo (20. bis 22. März) wurde wegen der Coronavirus-Pandemie ersatzlos gestrichen. "Was soll man sagen. Schade!", schrieb Doll vor dem Rennen auf Facebook. Die Stadtverwaltung der norwegischen Hauptstadt folgte damit den Anweisungen der Gesundheitsbehörden, die das Risiko für die Rennen für zu hoch befand.

Bö unschlagbar - Norweger verbucht zehnten Saisonsieg

In Finnland war einmal mehr Johannes Thingnes Bö unschlagbar, der norwegische Dominator feierte überlegen seinen zehnten Saisonsieg, im Ziel lag er nach einer fehlerfreien Schießleistung 34,1 Sekunden vor Doll. Arnd Peiffer blieb auf der Matte zwar makellos, ärgerte sich aber über Platz neun - und seine Skiwahl.

"Ich habe mich heute beim Ski vergriffen. Ohne Fehler will ich nicht Neunter werden, sondern in die Top 6", sagte der Sprint-Olympiasieger. Die weiteren DSV-Athleten verpassten die Spitzenplätze deutlich, Johannes Kühn belegte mit zwei Schießfehlern noch Platz 21.

In Kontiolahti werden die Skijäger indes weiter auf die Loipe geschickt, am Freitag greifen die Frauen um Denise Herrmann und Franziska Preuß im Sprint über 7,5 km ins Geschehen ein. Vor allem Verfolgungs-Weltmeisterin Herrmann will den Schwung von ihrem Sprint-Triumph in Nove Mesto mitnehmen und einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern.

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