Wintersport

"Scheiße": Dreßen nur 27. beim Premierensieg von Odermatt

SID
Thomas Dreßen konnte beim Super G nicht vorn mitfahren.
© getty

Zum Auftakt der Weltcup-Rennen in Beaver Creek läuft es für Skirennläufer Thomas Dreßen nicht wie gewünscht - für den Schweizer Marco Odermatt dagegen umso besser.

Das Urteil von Thomas Dreßen fiel knapp und deutlich aus. "Da kann ich nicht viel sagen außer: Scheiße", bekannte Deutschlands bester Abfahrtsläufer. Bei der Rückkehr auf seine Unglückspiste fuhr er knapp eine Woche nach seinem sensationellen Comeback-Sieg bei der Abfahrt in Lake Louise/Kanada zunächst weit hinterher.

Während der Schweizer Jungstar Marco Odermatt seinen ersten Weltcuptriumph feierte, belegte Dreßen in Beaver Creek/USA im Super-G nur Rang 27. Andreas Sander war als 14. bester Deutscher.

"Von der Kurssetzung her ist es mir nicht so entgegengekommen, das war doch sehr technisch und unrhythmisch. Das soll aber keine Ausrede sein, das war für mich heute noch eine Nummer zu groß", erläuterte Dreßen. Kurios: Ausgeflaggt hatte den Kurs der neue deutsche Abfahrtstrainer Andi Evers. Dreßen setzt seine Hoffnungen nun auf die Abfahrt am Samstag, "denn Abfahrt ist nochmal eine ganz andere Sache, da werde ich dann auch gescheit Gas geben", versicherte er. Im Training am Mittwoch hatte er immerhin Rang vier belegt.

Dreßen auf Unglücksstrecke in Kanada zu vorsichtig

Dreßen hatte sich vor einem Jahr bei einem schweren Sturz beim Abfahrtsrennen auf der "Raubvögel"-Piste im rechten Knie unter anderem einen Kreuzbandriss zugezogen. Nach seiner guten Fahrt im Abfahrtstraining fuhr er im Super-G freilich ein wenig zu verhalten. Sander dagegen zeigte nach Rang 17 beim Super-G in Lake Louise, wo Dreßen nach dem Abfahrtssieg Rang zehn belegt hatte, aufsteigende Tendenz. Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl schied bereits nach 35 Fahrsekunden aus.

Der 22 Jahre alte Odermatt fuhr auf dem tückischen Kurs bereits mit Startnummer zwei zur Bestzeit. Am nächsten kam ihm der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,10 Sekunden). Rang drei belegte der zweifache Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich (+0,14), der am Sonntag in Lake Louise den ersten Super-G der Saison gewonnen hatte.

Odermatt gilt als der kommende Schweizer Superstar. Bei der Junioren-WM 2018 hatte er fünf Goldmedaillen gewonnen. Im März war er dann im Weltcup zum ersten Mal auf das Siegerpodest gefahren.

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