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Wintersport

Pechstein erweitert Titelsammlung

SID
Claudia Pechstein gewann ihre nationalen Titel Nummer 26 und 27
© getty

Claudia Pechstein ist auch im Alter von 43 Jahren Deutschlands beste Eisschnellläuferin. Die fünfmalige Olympiasiegerin siegte am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Inzell über 3000 m und 5000 m souverän und gewann ihre nationalen Titel Nummer 26 und 27.

Bei den Männern kamen Sprinter Nico Ihle (500 m, 1000 m) und Langstreckler Patrick Beckert (1500 m, 5000 m) zu Favoritensiegen.

"Wir haben eine positive Leistungsentwicklung gesehen und starten mit einem guten Niveau in die Saison", sagte Sportdirektor Robert Bartko von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG): "Das Zwischenziel ist erreicht."

Die Berlinerin Pechstein triumphierte am Sonntag auf dem "langen Kanten" in 7:07,26 Minuten und ließ ihre zweitplatzierte Rivalin Stephanie Beckert (Erfurt/7:09,37) im direkten Duell hinter sich. Schon am Samstag war Pechstein, im Vorfeld der DM von Sportdirektor Robert Bartko als "heißestes Eisen im Feuer" bei den Frauen bezeichnet, über 3000 m (4:08,08) erfolgreich gewesen.

Allerdings zeigte sich auch Vancouver-Olympiasiegerin Beckert nach unzähligen Rückschlägen in den vergangenen Jahren stabilisiert und freute sich zumindest über die geglückte Weltcup-Qualifikation in beiden Disziplinen. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte Beckert.

In einer eigenen Liga läuft auf nationaler Ebene ihr Bruder Patrick. Der WM-Dritte ist bereits seit längerem der schnellste deutsche Langstreckler und hat sich seit dem mit viel finanziellem Risiko verbundenen Wechsel zu einem niederländischen Privatteam nochmals gesteigert.

Ihle nicht zu schlagen

Nach dem deutlichen 5000-m-Sieg am Samstag (6:19,75) gewann der 25-Jährige tags darauf auch über 1500 m (1:47,69). Auf einen Start im abschließenden 10.000-m-Rennen verzichtete er.

Auf den kurzen Distanzen war Nico Ihle nicht zu schlagen. Der Chemnitzer kam nach zwei 500-m-Läufen über 35,79 und 35,26 Sekunden auf 71,050 Punkte und holte sich zum dritten Mal in Folge den Titel über die Kurzdistanz. Über 1000 m (1:09,79) war er bereits am Samstag siegreich gewesen. "Ich bin zufrieden. Es geht in die richtige Richtung. Aber das war noch nicht alles", sagte Ihle am Sonntag.

Bei den Frauen glänzte neben Pechstein die Inzellerin Gabriele Hirschbichler, die deutsche Meisterin über 1000 m (1:16,54) und 1500 m (1:57,67) wurde.

Die Ergebnisse bei den nationalen Titelkämpfen spiegelten insgesamt den zu erwartenden Saisonverlauf wider. Ihle, Pechstein und Beckert dürften im Winter die einzigen DESG-Athleten sein, die regelmäßig um internationale Podestplätze kämpfen. Insgesamt schafften neun Athleten die im Vorfeld verschärften Weltcup-Normzeiten, zudem wurde Moritz Geisreiter (Inzell) nominiert.

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