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Wintersport

Gericht vertagt Pechstein-Klage

SID
Claudia Pechstein fordert fast vier Millionen Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld
© getty

Der Schadenersatzprozess der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein gegen ihren Welt- und Nationalverband ist am Mittwoch nach nur knapp drei Stunden vertagt worden

Die Vorsitzende Richterin Petra Wittmann räumte allen Parteien Zeit bis zum 20. November ein, um weitere Stellungnahmen und Schriftsätze einzureichen. Der Beschluss, ob die millionenschwere Klage Pechsteins gegen den Eislauf-Weltverband ISU und die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft am Landgericht München angenommen wird, soll am 29. Januar 2014 verkündet werden. Durch den Zeitaufschub soll abschließend geklärt werden, ob in dem Fall deutsches oder Schweizer Recht zur Anwendung kommen muss.

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Pechstein war im Juli 2009 von der ISU anhand von Indizien und ohne Dopingnachweis "wegen Blutdopings" rückwirkend vom 9. Februar 2009 für zwei Jahre gesperrt worden. Grund waren "abnormal überhöhte" Retikulozytenwerte, die die Berlinerin später anhand von Gutachten mit einer genetisch bedingten Blutanomalie erklärte. Der in der Schweiz sitzende Internationale Sportgerichtshof CAS hatte ebenso wie das übergeordnete Schweizer Bundesgericht Pechsteins Sperre bestätigt.

Keine Erfolgsaussichten gegen DESG

Die Anwälte der 41-Jährigen hinterfragen jedoch die Rechtmäßigkeit der Schweizer Urteile, sollen dies in den kommmenden Wochen aber genauer begründen. Der Klage Pechsteins gegen die DESG sprach Richterin Wittmann jedoch bereits sämtliche Erfolgsaussichten ab. "Ich sehe keine Handlungen, die der DESG vorzuwerfen wären", sagte Wittmann.

Grund sei, dass der nationale Verband lediglich die Vorgaben des internationalen Sportgerichtshofes CAS umgesetzt habe. Ob die ISU haftbar gemacht werden kann, bleibt abzuwarten. Laut Gerichtsangaben fordert die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein unter anderem Schadenersatz in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro sowie ein Schmerzensgeld in Höhe von 400.000 Euro.

Pechsteins Anwalt Thomas Summerer hatte im Vorfeld durchblicken lassen, einen Vergleich mit der ISU unter Umständen akzeptieren zu wollen. Der Weltverband schloss dies am Mittwoch erneut kategorisch ausgeschlossen.

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