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Wintersport

Riesch: "Das war eine tolle Show"

SID
Maria Riesch (l.) und Therese Borssen im Finale des Parallel-Slaloms in Moskau
© Getty

Maria Riesch freute sich über ihren zweiten Platz beim Parallel-Slalom in Moskau und war von der aufwendigen Show begeistert. Bei den Herren siegte Marcel Hirscher aus Österreich.

Maria Rieschs Ärger über den verpassten Jackpot war schnell verraucht. Schließlich war der "Trostpreis" für die Zweite beim Parallel-Slalom in Moskau immer noch insgesamt rund 13.500 Euro wert.

"Ich bin absolut begeistert von dieser tollen Show hier und zufrieden mit dem Ergebnis. Das war ein perfektes Training für die Weltcup-Rennen in den USA", sagte die Slalom-Weltmeisterin nach ihrem erfolgreichen Kurz-Trip in die russische Hauptstadt mit Kreml-Besuch und exklusivem Blick ins Lenin-Mausoleum.

Knapper Sieg für Borssen

Dass Riesch im Finale der zweiten Auflage des nicht zum Weltcup gehörenden Show-Rennens, bei dem erstmals auch Frauen starteten, der Schwedin Therese Borssen hauchdünn den Vortritt lassen musste, konnte sie verschmerzen.

Obwohl der Unterschied von läppischen 0,03 Sekunden 13.500 Euro wert war: Borssen bekam zum Startgeld von 6700 Euro, das alle acht Athletinnen ebenso wie die 16 Männer einsteckten, eine Siegprämie von 20.200 Euro, für Riesch blieben nach Platz zwei weitere 6700 Preisgeld.

Rieschs Partenkirchener Klubkollegin Fanny Chmelar musste sich mit der Antrittsgage bescheiden, für sie kam schon im Viertelfinale der im K.o.-Modus gefahrenen Veranstaltung das Aus.

Hirscher siegt vor Missilier

Marcel Hirscher aus Österreich trat bei den Männern in die Fußstapfen des dieses Mal nicht gestarteten Felix Neureuther, der die erste Auflage am 2. Januar gewonnen hatte.

Hirscher setzte sich in den Endläufen gegen Steve Missilier (Frankreich) durch. Trotz Nieselregens und ungewöhnlich milder Temperaturen um den Gefrierpunkt lockte die Show über 30.000 Ski-Fans in die Innenstadt, wo Riesch und Co. die größte Kunstschneerampe der Welt befuhren.

60 m hoch, 37 m breit und 210 m lang war das Stahlrohr-Monster, Riesch fand es "sehr beeindruckend". Auch das Drumherum passte.

Wiedereinführung des Parallel-Slaloms geplant

"Eine sehr coole Veranstaltung, super organisiert und sportlich anspruchsvoller als erwartet", lobte Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold.

Der Ski-Weltverband FIS hört solches Lob gern, erwägt er doch die Wiedereingliederung des Parallel-Slaloms in den Weltcup. "Für die FIS ist es sehr wichtig, unsere Athleten und unseren Sport dahin zu bringen, wo die Leute sind - weg von den Bergen, hinein in die Städte", sagte FIS-Präsident Gianfranco Kasper in Moskau.

Kasper konkretisierte die Pläne des Verbandes, künftig ähnliche Rennen auch in Paris oder London auszutragen, eventuell als Grand-Prix-Serie. "Das wäre toll für unseren Sport", sagte Berthold, der sich mit Begeisterung an eine ähnliche Veranstaltung aus seiner aktiven Zeit erinnerte: "Da sind wir vor 40.000 Leuten in Berlin gefahren. Das war echt geil."

Weiter geht's in Aspen

Dass der russische Präsident Dimitri Medwedew außerdem seine Amtsräume für die Ski-Rennläufer zur Besichtigung frei gab und auch das eigentlich geschlossene Lenin-Mausoleum seine Pforten öffnete, fand Berthold "sehr nett und interessant".

Auf gewohnten Pisten geht es für Berthold und Riesch ab Samstag in Aspen im US-Bundesstaat Colorado mit Slalom und Riesenslalom weiter. "Das ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke", sagte Riesch.

Ende 2005 hatte sie dort ihren zweiten Kreuzbandriss erlitten: "Mit Rang sechs war das in der letzten Saison mein schlechtester Slalom. Dieses Jahr wäre ein Platz auf dem Podium schon schön", meinte sie.

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