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Wintersport

Luck nimmt Bundestrainer Ullrich in Schutz

SID
Ist in jüngster Vergangenheit immer wieder in die Schusslinie geraten: Bundestrainer Frank Ullrich
© Getty

Ex-Weltmeister Frank Luck hat sich nach seinem Doping-Geständnis vor Bundestrainer Ullrich gestellt. Dieser habe ihn weder angestiftet noch sei er je beim Konsum dabei gewesen.

Der elfmalige Biathlon-Weltmeister Frank Luck hat nach seinem Doping-Geständnis Bundestrainer Frank Ullrich in Schutz genommen. "Ich kann ganz klar sagen, dass Frank Ullrich niemals anwesend war, wenn wir diese Pillen bekamen", sagte Luck der "Thüringer Allgemeinen".

Ullrich habe ihn auch nie angehalten, irgendwas zu schlucken. Er habe die Pillen vom damaligen Mannschaftsarzt Dr. Arlt bei Trainingslagern erhalten und diesen dann nie wieder gesehen.

Erfolge sauber errungen

Seine späteren Erfolge, unter anderem elf WM-Titel und zwei olympische Goldmedaillen, habe Luck ohne Doping erreicht. "Ich kann reinen Gewissens in den Spiegel schauen. Ich habe meine Erfolge sauber errungen, ohne jegliche unlautere Mittel", betonte der Oberhofer.

Der 41-Jährige hatte seine Karriere 2004 beendet und arbeitet heute als TV-Kommentator sowie im Sportmarketing einer Bank.

Geständnis am Montag

Luck hatte, wie am Montag bekannt wurde, 1994 bei einer Vernehmung durch das Landeskriminalamt Thüringen ausgesagt, dass ihm vor der Saison 1987/88 das DDR-Anabolikum Oral-Turinabol verabreicht worden sei. Er habe dies aber erst gemerkt, als die LKA-Beamten ihm die Pillen vorgelegt haben.

Der heutige Bundestrainer Ullrich war unter anderem vom früheren Biathleten Jürgen Wirth der Verstrickung ins DDR-Dopingsystem beschuldigt worden. Der Coach hatte die Vorwürfe jedoch energisch zurückgewiesen, mittlerweile untersucht eine Kommission des Deutschen Skiverbandes (DSV) die Anschuldigungen.

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen Ullrich hatte Frank Peter Roetsch, mit Luck 1989 Staffel-Weltmeister, bereits gesagt, nie Doping betrieben zu haben: "Mit mir war Doping nicht zu machen. Ich habe nichts genommen."

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