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Tennis

Haas und Kerber weiter - Lisicki chancenlos

Von SPOX
Tommy Haas ließ sich vom jungen Amerikaner Jack Sock nicht überraschen
© getty

Am sechsten Tag der French Open zieht Tommy Haas gegen Jack Sock problemlos in die dritte Runde ein. Während Rafael Nadal erneut einen Satz abgeben muss, gibt sich Roger Federer gegen einen Lokalmatadoren keine Blöße. Sabine Lisicki ist derweil gegen die Vorjahresfinalistin Sara Errani chancenlos. Angelique Kerber steht nach einem ganz harten Fight im Achtelfinale. Dinah Pfitzenmaier muss dagegen die Segen streichen.

Damen - 2. Runde:

Maria Sharapova (RUS/2) - Eugenie Bouchard (CAN) 6:2, 6:4

Die Gesamtdauer von einer Stunde und 28 Minuten täuscht natürlich: Lediglich vier Spiele waren noch nötig, um die Weltranglistenzweite in die dritte Runde und ein Duell mit der Chinesin Zheng Jie zu schicken.

Dabei hatte die 19 Jahre alte Kanadierin beim 4:5 aus ihrer Sicht sogar noch zwei Breakchancen zum Ausgleich. Eine leichte Rückhand setzte sie jedoch hinter die Grundlinie, zwei Punkte später war das Turnier für sie beendet.

Alles in allem war es eine klare Sache für Sharapova. Bei vier Doppelfehlern und einer ersten Aufschlagquote von 50 Prozent muss sie sich aber noch steigern. Auffallend positiv ihre Bilanz am Netz, wo sie acht von neun möglichen Punkten machte.

Maria Kirilenko (RUS/12) - Ashleigh Barty (AUS) 6:3, 6:1

Es sind die zehnten French Open für Kirilenko, derzeit die Nummer zwölf der Welt. Im ersten Satz hatte sie zumindest noch ein wenig Mühe mit Barty, bei der sich Gewinnschläge und Fehler mit jeweils zehn die Waage hielten - drei Breaks waren dann aber zu viel des Guten: Mit 6:3 sicherte sich Kirilenko Durchgang eins.

Danach war die Luft raus: Gerade gegen das Service der 26-jährigen Moskauerin war die 17-jährige Barty völlig chancenlos und machte im gesamten Match nur zu 30 Prozent den Punkt. Kirilenko dagegen spielte variabel, kam 18 Mal ans Netz und leistete sich nur sieben Unforced Errors. Sie war nach 20 Minuten schnell mit 5:0 vorn und konnte sich nach insgesamt nur 58 Minuten als Siegerin feiern lassen.

Damen 3. Runde:

Angelique Kerber (GER/8) - Varvara Lepchenko (USA/29) 6:4, 6:7 (3:7), 6:4

Nach einem Arbeitssieg in drei Sätzen gegen die US-Amerikanerin Varvara Lepchenko steht Angelique Kerber im Achtelfinale der French Open.

in einem mittelklassigen Match spielte Lepchenko zunächst aggressiver: Bei eigenem Aufschlag ließ die US-Amerikanerin nichts anbrennen, als Returnierende brachte sie Kerber bei deren zweiten Aufschlägen immer wieder in große Bedrängnis. So musste die Bremerin beim Stand von 2:2 einen Breakball abwehren.

Direkt im Anschluss gelang Kerber dann endlich das erste Break, das Lepchenko aber mit dem sofortigen Re-Break egalisierte. Vor allem die Quote von nur 60 Prozent ersten Aufschlägen machte Kerber zu schaffen.

So war es erneut eines von insgesamt fünf Breaks im ersten Satz, das den Durchgang entschied: Lepchenko legte den Ball bei eigenem Aufschlag und Satzball Kerber ins Netz - 6:4 für die Nummer Acht der Welt, auch weil ihre Gegnerin mehr leichte Fehler machte (15:8).

Im zweiten Satz brachten dann beide mehr Konstanz in ihren Aufschlag. Jeweils ein Break auf beiden Seiten bedeutete am Ende den Gang ins Tiebreak. Und das verschlief Kerber dann komplett, gab es mit 3:7 ab und musste so in den dritten Satz.

Dort pushte sich Kerber zurück ins Spiel und nahm Lepchenko schließlich beim Stand von 3:3 den Aufschlag ab. Der US-Amerikanerin gelang absolut nichts mehr: Vier Breakchancen ließ sie ungenutzt, zudem waren 14 leichte Fehler einfach zu viel, sodass Kerber am Ende mit ihrem zweiten Ass der Partie den Sack zumachte.

Agnieszka Radwanska (POL/4) - Dinah Pfizenmaier (GER) 6:3, 6:4

Für Dinah Pfitzenmaier war die Weltranglistenvierte Agnieszka Radwanska in der dritten Runde der French Open zu stark. Dennoch verabschiedete sich die Deutsche mit Anstand.

Besser hätte es für die Nummer 127 der Welt gar nicht losgehen können. Schon das erste Service knöpfte die 21-Jährige der Polin ab, doch die rückte mit einem Re-Break das Bild wieder gerade. Im Vergleich zum Aus gegen Victoria Asarenka versteckte sich Pfizenmaier diesmal allerdings nicht, sondern spielte munter nach vorne. Das brachte ihr im ersten Satz klar mehr Winner (16:4), aber auch unfassbar viele Unforced Errors (24:7). Das war letztlich auch der Grund für ein weiteres Break, das Pfizenmaier zuließ und so den ersten Satz abgab.

Besser lief es zu Beginn des zweiten Satzes, als die Deutsche ihre ersten beiden Aufschlagspiele zu Null durchbrachte. Doch am Ende waren es wieder die eigenen Fehler, die Pfizenmaier das Genick brachen: Auch im zweiten Durchgang waren es 24 leichte Fehler, Radwanska leistete sich lediglich 10.

Und die Polin blieb im entscheidenden Moment eiskalt: Beim Stand von 4:4 gelang ihr das einzige Break des Satzes und damit die Vorentscheidung. Nach 1:24 Stunden entschied sie die Partie letztlich für sich und steht somit im Achtelfinale.

Serena Williams (USA/1) - Sorana Cirstea (ROU/26) 6:0, 6:2

Die große Favoritin marschiert: Nachdem Williams in den ersten zwei Matches nur vier Spiele abgab, gönnte sie auch der Cirstea, immerhin an 26 gesetzt und auf Sand auch keine Niete, nur zwei Spiele.

Im ersten Satz dominierte sie mit ihrer unglaublichen Physis, brachte 79 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld und ließ keinen einzigen Breakball zu. Selbst brauchte sie derer nur drei, die sie allesamt nutzte - dann war der erste Satz nach 23 Minuten vorbei.

Im zweiten Satz konnte die 23-jährige Außenseiterin immerhin in Würde ausscheiden, wenn man so will. Zwei eigene Service Games verbuchte sie und erspielte sich immerhin drei Breakbälle, die sie aber nicht nutzen konnte.

Aber drei Winner im gesamten Match waren einfach viel zu wenig, die Amerikanerin sicherte sich auch diesen Satz komfortabel mit 6:2. Williams ist damit weiter auf dem Weg zu ihrem zweiten French-Open-Titel nach 2002.

Sara Errani (ITA/5) - Sabine Lisicki (GER/32) 6:0, 6:4

Zu sagen, dass Sabine Lisicki den ersten Satz verschlief, wäre eine Untertreibung. Sie fabrizierte einen Fehler nach dem anderen, lag nach acht Minuten 0:3 und nach einer Viertelstunde mit 0:5 zurück. 19 Minuten dauerte es, dann stand der Bagel fest. Von 25 Punkten für Errani hatte Lisicki 17 per Fehler hergeschenkt - da war vom berühmten Lächeln der 23-Jährigen nichts zu sehen. Stoppbälle landeten im Netz, Grundlinienschläge im Seitenaus.

Errani, als Finalistin des letzten Jahres nicht umsonst die Nummer fünf der Welt, setzte sich auch im zweiten schnell auf 5:2 ab und erspielte sich Matchbälle. Erst jetzt hatte sich die Deutsche freigeschwommen und schlug den einen oder anderen starken Winner. Mit dem Mut der Verzweiflung kam sie noch einmal auf 4:5 heran, aber zu mehr reichte es nicht.

Nach einer Stunde und sieben Minuten zog Errani nach einem Rückhandfehler von Lisicki in die nächste Runde ein. Lisicki kam am Ende auf 25 Winner, aber auch 34 Fehler. Dazu trotz Aufschlägen von bis zu 199 km/h nur ein Ass - zum Glück warten jetzt Rasenplätze. Sandplatzwühlerin Errani war am Ende einfach zu stark.

Ana Ivanovic (SRB/14) - Virginie Razzano (FRA) 6:3, 6:2

Ana Ivanovic hat in der dritten Runde kurzen Prozess mit Virginie Razzano gemacht und nach zwei Sätzen das Achtelfinale der French Open erreicht.

In einem durchwachsenen ersten Satz konnte die Serbin nicht ihre gewohnte Topleistung abrufen. In neun Spielen unterliefen Ivanovic 13 leichte Fehler. Eine halbe Stunde lang konnte Razzano mithalten, erst dann drehte die Nummer 14 der Welt auf und schaffte mit einem Vorhandschlag das Break zum 5:3. Nach 42 Minuten entschied sie den ersten Durchgang für sich.

Ivanovic steigerte sich im zweiten Satz und nutzte mehrere Fehler ihrer Kontrahentin eiskalt aus. Besonders bei eigenem Service zeigte Razzano nun Schwächen, konnte nur 59 Prozent der Ballwechsel beim ersten Aufschlag für sich entscheiden, beim Zweiten gar nur 14 Prozent. Zudem hatte die Französin keinen einzigen Breakball, sodass Ivanovic schnell auf 4:0 davonzog.

Mit zwei gewonnene Spielen zum 2:5 konnten Razzano das absehbare Ende nur hinauszögern. Im achten Spiel des zweiten Durchgangs stellte die Gewinnerin von 2008 mit zwei Assen die Weichen auf Sieg und zog letztlich ungefährdet ins Achtelfinale ein.

Die 3. Runde der Damen-Konkurrenz

Seite 2: Haas und Federer ohne Probleme

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