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Tennis

Boris Becker bemängelt Qualität im Herrentennis

Von Ruben Zimmermann
Unter Boris Becker lebte das deutsche Herrentennis regelrecht auf
© getty

Boris Becker lobt Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber, kritisiert aber gleichzeitig auch den fehlenden Nachwuchs im deutschen Herrentennis. Die Damen bekommen ebenfalls viel Lob.

Boris Becker geht hart mit dem deutschen Tennisnachwuchs ins Gericht. Seiner Meinung nach fehlt dem Deutschen Tennisbund ein echter Top-Spieler in den eigenen Reihen. Die Routiniers Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber lobt er hingegen ebenso wie die deutschen Tennisdamen.

"Was mir fehlt, ist der 21-Jährige, der auf Platz 25 im ATP Ranking steht und die Chance hat, irgendwann die Top 10 anzugreifen", erklärt Becker in einem Interview mit "Eurosport" und ergänzt: "Bei den deutschen Männern passt die Quantität, die Qualität suche ich aber noch." Beeindruckend sei allerdings der "fünfte Frühling" von Tommy Haas, der zuletzt in die Top 20 der Welt zurückgekehrt war.

Auch Philipp Kohlschreiber lobt Becker. "Bislang hat er eine hervorragende Karriere hingelegt, hat internationale Turniere gewonnen und ist schon sehr lange Mitglied der Top 20 oder 30 der Welt, das ist bärenstark", so der 45-Jährige. Kohlschreiber habe "auch die Möglichkeiten, die Topspieler zu schlagen", ihm fehle allerdings die Konstanz, um ganz oben anzugreifen.

Viel Lob für die Damen

Die deutschen Tennisdamen hebt Becker ebenfalls positiv hervor: "Andrea Petkovic war die erste Spielerin seit den Zeiten von Steffi Graf und Anke Huber, die in die Top 10 gekommen ist. Dahinter haben wir auch eine Sabine Lisicki oder eine Angelique Kerber gehabt, die den Anschluss gehalten und nun aufgrund der Verletzung von Petkovic das Zepter übernommen haben." Dies sei für die öffentliche Wahrnehmung ebenfalls sehr wichtig.

Bei den aktuell laufenden French Open tippt Becker auf einen Sieg von Rafael Nadal. Doch auch Roger Federer hat er auf der Rechnung.

"Er wird natürlich nicht jünger und hat in dieser Saison noch keinen Turniersieg auf dem Konto. Allerdings wird Roger nur an Grand-Slam-Siegen gemessen, das ist eben die Krux des großen Erfolges. Ich persönlich würde ihn aber nie abschreiben bei den großen Events", so der dreimalige Wimbledon-Sieger.

Die French Open im Überblick

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