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Ronnie O' Sullivan: "Ich liebe es, ich zu sein"

Von Stefan Maurer
Superstar Ronnie O' Sullivan ist bei jedem Turnier, das er spielt, der Top-Favorit
© Getty

Jamie Cope - Bereit für den ersten Titel

Cope ist wie Allen 23 Jahre alt und Cope drückt wie Allen aufs Tempo. Sein Spitzname: The Shotgun. Ist Cope on fire, gibt es keine Chance, sich der Faszination seines Spiels zu entziehen.

Beim Shanghai Masters spielte er vor einem Jahr sein zweites Maximum Break. Seine Reaktion? Keine. Der Grund dafür: "Im Training spiele ich das andauernd." Das Ziel für die Saison ist klar: "Ich will einen Turniersieg. Es nervt mich wirklich, dass noch keiner auf meinem Konto ist."

Sein Spiel ähnelt dem von Mark Allen sehr, also sind auch die Probleme die gleichen. Cope muss lernen, dass es Bälle gibt, die man nicht lochen kann und besser eine starke Safety spielt. Gelingt das, gehört Cope zu den besten Spielern auf der Main Tour.

Der SPOX-Tipp: Die Nerven werden beruhigt - Cope gewinnt einen Titel

Mark Selby - Die Entdeckung der Langsamkeit

"Snooker ist langweilig", lautet eine Aussage von Ronnie O'Sullivan. Besonders langweilig ist es The Rocket in Spielen gegen Selby, sodass er einmal sogar die Wasserflecken auf seinem Kaffeelöffel zählte. Doch Selby ist kein Langweiler, sondern ein äußerst intelligenter Spieler, der gerne alle Optionen durchspielt.

Im Sommer legte The Shark das Queue nach eigener Aussage für mehrere Wochen weg und lud seine Akkus in der Dominikanischen Republik wieder auf. Der Jester of Leicester ist bereit, eine überragende Saison zu spielen. Neben Higgins ist er der beste Allrounder des Spiels und sucht psychisch auf der Main Tour wohl seinesgleichen.

Er scheint grundsätzlich den richtigen Stoß auszuführen, agiert mit beinahe stoischer Ruhe und schaltet im richtigen Moment einen Gang höher. Selby hat mit 26 seinen Zenit noch nicht erreicht und könnte der Spieler sein, der nicht nur das nächste Jahr auf der Main Tour, sondern die kommende Dekade, entscheidend mitprägt.

Der SPOX-Tipp: Ein Titel und mindestens das WM-Finale

Graeme Dott und der lange Weg zurück

Der Weltmeister von 2006 hat die härtesten Jahre seines Lebens hinter sich. Ende 2006 starb sein langjähriger Manager an Krebs und nur wenige Wochen danach erlitt seine Frau eine Fehlgeburt. Die Verarbeitung dieser Schicksalsschläge gelang nicht. Dott wurde depressiv und begab sich in psychische Behandlung.

Zum Start der vergangenen Saison war er wieder fit, doch bei einem Fußballspiel brach er sich das Handgelenk. Die Folgen? Zwei Monate Pause und eine erneut verpatzte Saison. Doch Dott ist ein Fighter, ein Mann, der am Tisch und abseits niemals aufgibt und deshalb können sich die Fans auf den Pocket Dynamo freuen.

Turniersiege kommen wohl zu früh für den Mann, der nur noch auf Platz 28 der Weltrangliste liegt, aber Dott wird beißen, wird sich nicht entmutigen lassen und in jedem Spiel alles aus sich heraus holen.

Der SPOX-Tipp: Ergebnisse spielen für Dott nicht die große Rolle, er will sich wieder auf der Tour etablieren

Ding Junhui im psychologischen Loch

Ein Moment kann manchmal ein Leben oder eine Karriere verändern, Bei Ding Junhui war es kein Moment, sondern ein Spiel: das Masters-Finale 2007. Ding wurde von Ronnie O'Sullivan mit 10:2 abgefertigt und seither geht beim Chinesen gar nichts mehr zusammen.

Vorher prasselten die Lobeshymnen nur so auf Ding herein. "Er wird viele WM-Titel gewinnen und kann für Snooker das sein, was Roger Federer für Tennis und Tiger Woods für Golf ist", sagte O' Sullivan.

Stephen Hendry erwartet von Ding eine starke Saison: "Dadurch, dass andere junge chinesische Spieler im Rampenlicht erscheinen, wird der immense Druck von ihm genommen. Auch die Tatsache, dass er eine Weile keine Titel gewonnen hat, nimmt Druck von seinen Schultern."

Der SPOX-Tipp: Ding kommt aus dem Loch und erreicht ein Finale

Matthew Stevens sucht sein Spiel

Matthew Stevens hat ein Jahr hinter sich, das mit dem Finale bei den Bahrain Snooker Championships gut anfing, sich aber im Laufe der Saison zu einer Katastrophe entwickelte.

Zum ersten Mal seit 1997 nahm der Welsh Dragon, der in seiner Karriere zweimal im Finale im Crucible Theater unterlag, nicht an der WM teil und steht nur noch auf Platz 26 der Weltrangliste.

Ganz entscheidend wird für Stevens ein vernünftiger Start in die Saison sein. Sollte er gleich mit einem Negativ-Erlebnis starten, steht ihm wohl eine weitere erfolglose Saison auf der Main Tour bevor. Gelingt ihm jedoch ein vernünftiger Start, bei dem er Selbstvertrauen sammeln kann und das Vertrauen in sein Spiel zurückgewinnt, geht es für Stevens mit Sicherheit wieder bergauf.

Der SPOX-Tipp: Stevens ist zu gut für sein Ranking. Eine Rückkehr unter die Top 16 winkt.

John Higgins zum dritten Mal Weltmeister

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