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Schwimmen

US-Verband leitet Untersuchung ein

SID
Francis Crippen siegte bei den Panamerikanischen Spiele 2007 in Rio de Janeiro über 10 Kilometer
© Getty

Nach dem Tod des US-Schwimmers Francis Crippen beim Langstrecken-Weltcup in Fudschaira will der US-Verband eine eigene Untersuchung einleiten.

Nach dem Tod des US-Schwimmers Francis Crippen beim Langstrecken-Weltcup am vergangenen Samstag in Fudschaira wird der US-Verband eine eigene Untersuchung einleiten.

"Wir werden herausfinden, was mit Fran Crippen passiert ist, warum es passiert ist und was man tun kann, damit eine solche Tragödie kein zweites Mal passiert", heißt es in einem offiziellen Statement des Verbandes USA Swimming.

FINA beteiligt sich an Untersuchung

Auch der Weltverband FINA hat eine Untersuchung des Falles eingeleitet. Fran Crippen war am Samstag zwei Stunden nach Ende des Rennens von Rettungstauchern leblos im Wasser treibend an der letzten Boje gefunden worden. Die Ärzte im Krankenhaus konnten nur noch seinen Tod feststellen. Als Todesursache wird Ertrinken in Folge eines Hitzschlags vermutet.

Am Tag vor dem Rennen hatte der aktuelle WM-Dritte beim Mannschaftsarzt des US-Teams über Unwohlsein geklagt.

Auch Jennigs klagt über Sicherheitsvorkehrungen

Crippens Teamkollegin Christine Jennings wies derweil im Gespräch mit der Washington Post auf die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen in Fudschaira hin. Sie habe in dem viel zu warmen Wasser mit Schwindelanfällen und zeitweiliger Orientierungslosigkeit zu kämpfen gehabt. "Ich habe mich einige Male übergeben", sagte Jennings.

Danach habe sie sich auf den Rücken gedreht und minutenlang vergeblich versucht, ein Begleitboot auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Jennings rettete sich schließlich aus eigener Kraft ins Ziel und wurde wegen eines Hitzschlags ins Krankenhaus eingeliefert.

Lurz fordert Obergrenze für die Wassertemperatur

Rekord-Weltmeister Thomas Lurz aus Würzburg, der das Rennen gewann und die Tragödie hautnah miterlebte, hatte bereits am Montag Regeländerungen für das Freiwasserschwimmen gefordert, unter anderem eine Obergrenze für die Wassertemperatur.

Das Wasser in Fudschaira sei mit über 30 Grad Celcius extrem warm gewesen.

"Viele Schwimmer hatten damit ein ernsthaftes Problem, einige klagten anschließend über Schwindel und Wahrnehmungsstörungen", sagte Lurz.

Lurz erneut 5-km-Weltmeister

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