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Radsport

Gefährliche Etappe: Martin glaubt nicht an Protest

SID
Tony Martin glaubt nicht an einen Massenprotest: "Jeder wird auf sich schauen"
© getty

Tony Martin hält trotz der anhaltenden Kritik an der mörderischen Abfahrt auf der Königsetappe der 100. Tour de France einen geschlossenen Protest der Fahrer für ausgeschlossen.

"Nach dem Rennverlauf wird jeder um die eigenen Abstände kämpfen und auf sich schauen wollen", sagte Martin am Donnerstag in Porto Vecchio.

Zum Abschluss der 18. Etappe muss das Peloton den legendären Anstieg nach Alpe d'Huez gleich zweimal bewältigen - dazwischen ist eine kaum gesicherte Abfahrt zu bewältigen. Dass der Tour-Veranstalter ASO noch Korrekturen an der Streckenführung vornimmt oder die Abfahrt zur neutralisierten Zone erklärt, glaubt Martin nicht.

Martin: Werde mir nicht zu schade sein

"Ich werde mir nicht zu schade sein, da langsamer und kontrolliert runterzufahren. Mein Leben ist mir einfach wichtiger", sagte Martin, der die Organisatoren erneut kritisierte: "Eine Abfahrt mit diesem Gefahrenpotenzial habe ich noch nicht gesehen. Wer auch immer das geplant und abgesegnet hat, kann kein ehemaliger Radprofi sein. Das würde er seinen Kollegen nicht antun."

Auch der Tour-Sieger von 2010, Andy Schleck, unterstützte Martin in dessen Kritik. "Ich war geschockt, als ich die Abfahrt gesehen habe. Sie ist sehr, sehr gefährlich. Ich verstehe das nicht. Es ist eigentlich nicht zu akzeptieren, aber wir haben keine Wahl", sagte der luxemburgische Kapitän des Teams Radio Shack. Ein Sturz könne einen 50 Meter tiefen Fall bedeuten. Er hoffe, die Organisation reagiere noch darauf.

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