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Radsport

Armstrong: Tour-Sieg ohne Doping unmöglich

SID
Lance Armstrong: "Ich habe das nicht erfunden, Doping existiert schon seit dem Altertum"
© getty

Der gefallene Radsport-Star Lance Armstrong hat sich unmittelbar vor dem Auftakt der 100. Tour de France (29. Juni bis 21. Juli) mit brisanten Äußerungen zu Wort gemeldet.

"Es ist unmöglich, die Tour ohne Doping zu gewinnen", sagte Armstrong, dem wegen Dopings alle sieben Erfolge aberkannt worden waren, im Interview mit der französischen Zeitung "Le Monde".

Mit einer irreführenden Vorabmeldung zu dem Gespräch, das erst am Samstag in vollem Umfang erscheint, sorgte Le Monde jedoch für Verwirrung. Die Zeitung erweckte den Eindruck, Armstrong bezöge sich mit seiner Einschätzung auf die Gegenwart, weil sie die zugehörige Frage unterschlagen hatte.

Tatsächlich äußerte er sich zu seiner aktiven Zeit zwischen 1999 und 2005, als er das Gelbe Trikot siebenmal in Serie gewann. In einem Tweet schrieb Armstrong: "Wir waren uns einig, dass ich diesen Zeitraum meinte. Heute? Das weiß ich nicht. Ich hoffe, dass es möglich ist."

UCI-Boss mit Gegenangriff

Armstrong unterstützte die These zu der von ihm maßgeblich mitgestalteten Doping-Ära um die Jahrtausendwende in dem Interview mit Beispielen: "Die Tour ist eine Veranstaltung, bei der die Kondition entscheidend ist. Um ein Beispiel zu geben: Epo hilft einem Sprinter über 100 m nicht, aber einem Radfahrer umso mehr. Das ist offensichtlich."

Der Radsport-Weltverband UCI reagierte erbost über die zunächst veröffentlichten Aussagen des 41-Jährigen.

"Ich kann ihm nur sagen, dass er absolut falsch liegt. Seine Kommentare helfen dem Radsport nicht im Geringsten", sagte Präsident Pat McQuaid: "Die Kultur im Radsport hat sich seit der Armstrong-Ära verändert. Es ist jetzt möglich, Rennen sauber zu gewinnen."

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