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Radsport

Radprofi Kittel fordert härtere Strafen für Doper

SID
Marcel Kittel darf auf eine erfolgreiche Tour de France 2013 zurückblicken
© getty

Der deutsche Top-Sprinter Marcel Kittel hat sich erneut für eine härtere Gangart im Kampf gegen Dopingsünder ausgesprochen und auch ein deutsches Anti-Doping-Gesetz befürwortet.

"Wer sich Eigenblut reinjagt oder sich eine Epo-Spritze setzt oder Wachstumshormone schluckt, sollte lebenslang gesperrt werden. Denn das tut man nicht mal aus Versehen", sagte der viermalige Etappensieger der Tour de France der Tageszeitung "Die Welt". Ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland sei notwendig, "um gedopte Sportler auch strafrechtlich verfolgen zu können".

Wie dopingverseucht der heutige Radsport noch ist, kann Kittel nicht einschätzen. "Ich kann nicht in jeden Fahrer hineinschauen. Ich kann nur für mich und die Leute sprechen, die mit mir im Team fahren", sagte der Arnstädter vom Team Argos-Shimano: "Unsere Philosophie ist eindeutig: Wir wollen den Radsport sauber machen. Ich denke, viele andere Teams haben auch begriffen, dass das der einzig richtige Weg ist. Dass es sicher immer noch Fahrer gibt, die eine Abkürzung nehmen, ist auch klar." Deswegen sei es ganz, ganz wichtig, die Kontrollen weiter zu verschärfen und konsequent durchzugreifen.

Er selbst versicherte, niemals etwas Verbotenes getan zu haben. "Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich weiß, dass ich jeden Morgen aufstehen, in den Spiegel schauen und mir sagen kann, dass ich die Erfolge sauber geschafft habe. Ich würde es auch nicht übers Herz bringen, meine Eltern, Freunde oder Fans zu enttäuschen. Wenn andere Menschen immer noch denken, ich arbeite nicht sauber, dann ist es für mich zusätzlicher Ansporn, sie vom Gegenteil zu überzeugen."

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