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Pferdesport

Langehanenberg holt Silber in der Kür

SID
Es reichte zu Platz zwei: Helen Langehangeburg holte Silber, aber verpasste Gold
© getty

Helen Langehanenberg (Billerbeck) hat bei der Dressur-WM in Caen auch in der Kür den Sieg verpasst. Die 32-Jährige erzielte mit dem 14 Jahre alten Hengst Damon Hill 88,286 Prozentpunkte und musste sich erneut Charlotte Dujardin (Großbritannien/92,161) mit Valegro geschlagen geben.

Kristina Sprehe (Dinklage) auf Desperados landete auf dem vierten Platz.

"Ich bin überwältigt, es war ein gefühlter 90-Prozent-Ritt, ich bin absolut zufrieden", sagte Langehanenberg dennoch: "Was Damon Hill hier geleistet hat, ist enorm."

Vor 20.000 Zuschauern in der erstmals ausverkauften Fußball-Arena kam Langehanenberg im Sattel ihres 14 Jahre alten Hengstes auf 88,286 Prozentpunkte.

Dauerrivalin und Olympiasiegerin Dujardin brachte es mit ihrem Top-Pferd Valegro auf 92,161 Zähler, Sprehe holte mit dem 13 Jahre alten Hengst Desperados 83,125 Punkte.

"Das war spitze!"

"Es war schon etwas anstrengend, man hat gemerkt, dass das Pferd schon schwere Prüfungen hinter sich hatte", sagte Sprehe: "Aber ich war gar nicht nervös, weil ich schon meine Medaille geholt habe."

Bundestrainerin Monica Theodorescu zeigte sich hochzufrieden mit beiden Reiterinnen: "Das war spitze, beide haben mit ihren Hengsten tolle Prüfungen gezeigt, sensationell. Ich bin total glücklich, super."

Ein wenig haftet Langehanenberg nun das Image der "ewigen Zweiten" an. Sowohl bei der EM im vergangenen Jahr in Herning/Dänemark als auch bei der WM in Caen holte sie in Special und Kür Silber.

Gerne hätte sie endlich den Thron bestiegen. "Ich werde ein bisschen mehr Risiko reiten", hatte die ausgebildete Pferdemeisterin vor dem Kür-Finale gesagt.

Damon Hill auf dem Zenit

Ein bisschen Genugtuung verspürte die Besitzerin eines Reit- und Ausbildungsstalls im Münsterland allerdings auch, nachdem sie zuletzt um ihren Platz als Nummer eins der deutschen Dressur fürchten musste.

Beim CHIO in Aachen stieg plötzlich Millionenhengst Totilas mit Reiter Matthias Rath (Kronberg) wie Phönix aus der Asche und stahl ihr die Show. Und noch zu Beginn der WM in der Normandie landete Isabell Werth mit ihrer erst zwölf Jahre alten Stute Bella Rose vor ihr - doch jetzt gelang Langehanenberg ein eindrucksvoller Konter.

Fraglich ist, wie es im kommenden Jahr weitergeht mit dem Paar. Mit 14 Jahren hat Damon Hill den Zenit erreicht. Ob das Duo bei der Heim-EM 2015 in Aachen die Form bestätigen kann, bleibt abzuwarten.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass der Hengst verkauft werden soll. Mit dem erneuten Silber auf allerhöchstem Niveau dürfte der Westfalenhengst seinen Preis nochmals gesteigert haben.

Sprehe stark

Eine starke Vorstellung zeigte erneut Kristina Sprehe, die nach Gold mit der Mannschaft und Bronze im Special die nächste Medaille knapp verpasste.

"Das war super", sagte Teamchef Klaus Röser trotzdem: "Es gab einen kleinen Hakler in der Pirouette, ich hätte aber mit mehr Punkten gerechnet."

Die 27-Jährige und ihr Hengst haben im Vergleich zum Vorjahr wieder einen Schritt nach vorne getan, was vor allem an der intensiven Zusammenarbeit im Training mit Bundestrainerin Theodorescu liegt.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Werth (Rheinberg), die die deutsche Mannschaft im Grand Prix noch zu Gold geführt hatte, war wegen einer Verletzung ihres Pferdes Bella Rose ausgeschieden. Fabienne Lütkemeier (Paderborn) hatte mit D'Agostino die Qualifikation für die Kür verpasst.

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