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Motorsport

Schwere Vorwürfe gegen Audi

Von Alexander Mey
audi, rockenfeller
© Getty

München - Als wäre es nicht schon schlimm genug gewesen, dass sich die DTM bei der Farce von Barcelona durch den Rückzug von Audi blamiert hat.

Jetzt fördert die "Sport-Bild" einen Vorwurf von hoher Brisanz zutage. Er lautet: Audi war keineswegs nur Opfer der harten Fahrweise der Mercedes-Piloten, die beide Audi-Titelanwärter aus dem Rennen befördert haben. Die Ingolstädter wollten auch zum Täter werden.

Das Magazin will aus mehreren hochrangigen und zuverlässigen Quellen erfahren haben, dass Audi-Pilot Mike Rockenfeller die Anweisung bekam, den letzten im Rennen befindlichen Titelanwärter Bruno Spengler im Mercedes als Revanche für die vorherigen Aktionen von Mika Häkkinen und Daniel la Rosa von der Strecke zu rammen.

Rockenfeller habe sich der Anweisung jedoch widersetzt, woraufhin Audi seine Autos neun Runden vor Schluss aus Protest an die Box holte.

Teamchef empört über Vorwürfe

Eine infame Unterstellung, das behauptet zumindest der Teamchef von Rockenfeller, Arno Zensen.

Von SPOX.com mit dem Vorwurf konfrontiert, reagiert der Team-Rosberg-Chef empört: "Ich würde so etwas niemals anordnen. Ich bin 29 Jahre im Motorsport, aber lieber würde ich aufhören als so etwas zu tun."

Rockenfeller selbst sagte nur: "Ich darf keinen Kommentar abgeben." Er hätte auch einfach nein sagen können, als er nach der Existenz einer solchen Anweisung gefragt wurde.

"Das ist der Tod der DTM"

Solange niemand der Beteiligten auspackt, wird man bei Audi und Mercedes einen Teufel tun und die Sache weiter aufbauschen. Der Schaden für die DTM ist schon groß genug.

Das unterstreicht eine Aussage von Formel-1-Legende Niki Lauda, dem Vater von DTM-Pilot Mathias Lauda: "Wenn die Selbstherrlichkeit von Auto-Managern dazu führt, dass Audi seine Autos beleidigt aus dem Rennen holt, dann ist das der Tod der DTM."

Seit Sonntag werden die Verantwortlichen nicht müde zu beteuern, dass das Saisonfinale in Hockenheim fair über die Bühne gehen wird.

Hoffen wir es, denn alles andere würde die DTM ernsthaft in ihrer Existenz bedrohen.

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