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Leichtathletik

Klage gegen ARD abgewiesen

SID
Die Dokumentation "Geheimsache Doping" war Ausgangspunkt der Ermittlungen
© getty

Zwei Klagen im Zuge des russischen Leichtathletik-Skandals gegen ARD/WDR sowie den für den Enthüllungsbericht zuständigen Journalisten Hajo Seppelt sind vom Gericht des Samara-Gebiets in Russland in erster Instanz sowie in der Berufung abgewiesen worden.

Dies bestätigte der WDR am Mittwoch auf Anfrage des SID. Mit ihren Klagen wollten der russische Leichtathletik-Verband ARAF und dessen zurückgetretener Präsident Walentin Balachnitschew gegen die Aussage eines früheren russischen Wurftrainers vorgehen, der in dem ARD-Beitrag erklärte hatte, dass die Athleten unter einem großen Druck leiden würden und es ohne Doping keinen Erfolg gebe.

Die ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" war Ausgangspunkt von Ermittlungen einer unabhängigen Kommission, deren Forderungen mittlerweile zur Suspendierung der russischen Anti-Doping-Behörden durch die WADA sowie des ARAF durch den Weltverband IAAF führte.

Russische Sportler müssen damit befürchten, nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro oder anderen Großveranstaltung teilnehmen zu dürfen. Unter diesem Druck waren zuletzt in Russland zahlreiche Dopingverfahren ins Rollen gekommen.

Weitere Klagen folgen

Zwei weitere Klagen des Verbandes ARAF gegen ARD/WDR sowie deren Kronzeugen Witali Stepanow, einem ehemaligen Mitarbeiter der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, sind anhängig. Hier geht es um dessen Aussagen, wonach russische Sportler ohne Doping keine Chance hätten und die Behauptung, Funktionäre hätten ihm Geld für einen Spaß-Abend zustecken wollen. Dafür sollte er bei den Dopinganalysen nicht so genau hinschauen.

Witali Stepanow und seine Frau Julia Stepanowa hatten in der ARD-Dokumentation gegen das System ausgesagt und teilweise mit versteckter Kamera gefilmt.

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