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Leichtathletik

Diskus: Harting mit siebtem Titel in Folge

SID
Robert Harting, Diskus-Olympiasieger, untermauerte in Ulm seinen Anspruch auf WM-Gold
© getty

Robert Harting hat trotz Doppelbelastung die Diskus-Hierarchie wiederhergestellt und sich bei den deutschen Meisterschaften in Ulm seinen siebten Titel in Serie gesichert. Fünf Wochen vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau kommt auch Kugel-Koloss David Storl immer besser in Form.

Einen Tag nach seinem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Paris (67,04 m) steigerte sich der Berliner auf 67,95 m und unterstrich seinen Anspruch auf sein drittes WM-Gold in Folge.

"Ich werde alles dafür tun, um zu behalten, was ich schon habe. Aber für den Titel muss ich noch so zwei Meter drauflegen", sagte Harting, der sich in den nächsten Wochen nun noch einmal im Training quälen wird, "hier habe ich noch einmal mit reduzierter Kraft geworfen und mich auf die Technik konzentriert. In Moskau heißt es dann wieder: Go Baby."

Hinter dem Europameister landete Martin Wierig mit 66,10 m auf Platz zwei. Der Magdeburger hatte Harting noch vor anderthalb Wochen nach siebenjähriger Dominanz die erste Niederlage auf nationaler Ebene zugefügt. Sein Ergebnis wurde noch einmal nach oben korrigiert, nachdem seinem Protest gegen einen zunächst ungültigen Versuch stattgegeben wurde. Dritter wurde Hartings kleinerer Bruder Christoph mit 62,61 m.

Harting jetzt 2. der Weltrangliste

In fünf Wochen will Harting in Moskau unbedingt seinen dritten Titel holen. In der Weltrangliste ist nur sein Dauerrivale Piotr Malachowski aus Polen (71,84) besser platziert. Hartings Saisonbestleistung liegt bei 69,91 m.

Für die WM in Moskau hofft Harting, dass ihn sein kleiner Bruder begleiten wird. "Es ist unverständlich und unnötig, dass der Weltverband die Normen angehoben hat", sagte Harting. Für die Qualifikation sind 66 m gefordert, der kleinere Harting hat sich in dieser Saison bisher auf 64,99 m gesteigert. "Der Verband muss jetzt entscheiden, ob er ihn mitnimmt. Für die Perspektive wäre das sicher nicht schlecht", sagte Robert Harting, "im Training ist Christoph in vielen Übungen besser als ich. Das muss ich leider zugeben."

Storl immer besser in Form

Auch Kugel-Koloss David Storl (22) kommt immer besser in Form. Der Weltmeister aus Chemnitz holte sich in Ulm trotz einer leichten Brustmuskelzerrung mit starken 21,04 m seinen dritten Titel in Serie. Für Storl war es der erste Wettkampf in diesem Jahr, bei dem er die 21-m-Marke knackte.

"Ich bin zufrieden. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Die 21 vor dem Komma gibt mir Lockerheit", sagte Storl, "bei der WM will ich mindestens eine Medaille holen, aber der Titel ist mein eigentliches Ziel. Dann müssen die 22 m fallen."

Bartels wird Dritter

Hinter dem Olympiazweiten von London landete Tobias Dahm aus Sindelfingen (19,96) auf Rang zwei, Dritter wurde bei seiner Abschiedstournee Ralf Bartels (19,57/Neubrandenburg). Der 35 Jahre alte ehemalige Europameister beendet nach dieser Saison seine Karriere.

Storl verbesserte sich mit seinem Stoß in Ulm auf Platz acht der Weltrangliste. Für Moskau muss sich der Sachse allerdings noch deutlich steigern, wenn er seinen Coup von Daegu/Südkorea 2011 wiederholen will. Der US-Amerikaner Ryan Whiting führt die Jahres-Weltbestenliste mit 22,28 m an und gilt als Top-Favorit für Moskau. "Die Amis sind vor der WM immer sehr stark", sagte Storl gelassen, "es ist alles im grünen Bereich. In Moskau werde ich topfit sein."

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