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Leichtathletik

Dopingfall Schwazer: Ex-Coach durchsucht

SID
Geher Alex Schwazer drohen neben dreieinhalb Jahren Sperre drei Jahre Gefängnis
© getty

Die Dopingaffäre um Alex Schwazer zieht weitere Kreise: Nun wurde auch die Wohnung von Schwazers Ex-Trainer Michele Didoni und eines eines FIDAL-Arztes von der Polizei durchsucht.

Beide werden verdächtigt, Schwazer bei seinen Dopingpraktiken unterstützt zu haben.

Die FIDAL wies in einer Presseerklärung die Anschuldigungen zurück und betonte, dass der Verband als Nebenkläger bei einem Zivilprozess gegen den Südtiroler wegen Sportbetrugs auftreten werde. Die FIDAL arbeitet nach eigenen Angaben zur Klärung des Falls mit den italienischen Justizbehörden zusammen. Schwazer drohen nach dreieinhalb Jahren Dopingsperre noch drei Jahre Haft.

Auftrag von Staatsanwaltschaft Bozen

Die Durchsuchungen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bozen, die zusätzliche Informationen über das sportliche Umfeld Schwazers suchte. Schwazer hatte unter anderem Kontakte zum berüchtigten Sportarzt Michele Ferrari zugegeben. Die Polizei beschlagnahmte in zweieinhalb Stunden Dokumente über medizinische Tests, denen sich Schwazer seit 2008 unterzogen hatte. Die Staatsanwälte vermuten Komplizen des 28-Jährigen unter anderem in Sportbehörden.

Der Peking-Olympiasieger über 50 km war kurz vor den Sommerspielen in London positiv auf das Dopingmittel Epo getestet worden. Seine Sperre läuft am 30. Januar 2016 ab, Schwazer hatte jedoch unmittelbar nach Bekanntwerden des Dopingbefundes seine Karriere beendet.

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