Darts

World Matchplay: Dimitri van den Bergh deklassiert Gary Anderson und gewinnt ersten Major-Titel

Von SPOX

Dimitri van den Bergh hat das Darts World Matchplay in Milton Keynes gewonnen. Der 26 Jahre alte Belgier, der zum ersten Mal beim traditionsträchtigen Turnier an den Start ging, deklassierte im Finale den zweifachen PDC-Weltmeister Gary Anderson deutlich mit 18:10.

Für Van den Bergh ist es der erste Titel auf der Tour überhaupt. Zuvor hatte er drei Endspiele verloren. Der Belgier war Anderson vor allem im zweiten Teil des Matches beim Scoring überlegen (3-Dart-Average: 98,31 zu 92,81).

Mitte der Begegnung legte Van den Bergh den Grundstein für den Sieg, als er fünf Legs in Folge gewann und mit 15:8 davonzog. Im Anschluss blieb er bei seinen Anwurflegs cool. Mit einem Break beendete er die Partie auf der Doppel 16.

Die Anfangsphase verlief nahezu im Gleichschritt. Beiden Spielern gelangen immer wieder Breaks, die der Kontrahent jeweils gleich wieder egalisierte. So auch beim Stand von 5:5. Erst ließ van den Bergh drei Chancen auf die Doppel 16 ungenutzt, ehe Anderson die 130 auscheckte. Unbeeindruckt davon schnappte sich der Belgier das Rebreak mit einem 170er Finish.

Darts: Anderson kam mit Scoring von van den Bergh nicht mit

Eine Führung von zwei Legs schaffte erstmals van den Bergh, als er den Flying Scotsman zum 9:7 breakte. Anderson haderte zu diesem Zeitpunkt mit seinem Scoring. Bis dahin hatte er noch keine 180 geworfen, erst im 24. Leg gelang ihm dies.

Kurz vor der vierten Pause setzte sich der Belgier weiter ab. Mit einem Break zog er auf 12:8 davon. Anderson kam mit van den Berghs Scoring nicht mit. Im 3-Dart-Average trennten die beiden in der vierten Session sogar 17 Zähler (103 zu 86).

Mit zwei High-Finishes (124 und 132) baute van den Bergh die Führung auf 15:8 weiter aus. Eine Aufholjagd von Anderson blieb am Ende aus. Zum Ende des Matches ging auch seine Checkout-Quote (33,33 Prozent) nach unten. Van den Bergh hielt diese jedoch über das ganze Match hoch (43,59 Prozent).

Für den Sieg erhielt van den Bergh, der durch seinen größten Karriere-Erfolg um 14 Plätze auf Platz zwölf in der Weltrangliste kletterte, 150.000 Pfund (knapp 164.000 Euro).

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