Darts

Darts-WM: Deutsche Party geht weiter - Hopp und Kurz schielen aufs Achtelfinale

Von SID
Max Hopp steht bei der Darts-WM in der 3. Runde - und will mehr.

Max Hopp und Nico Kurz stehen in der dritten Runde der Darts-WM, die deutsche Achtelfinal-Premiere ist zum Greifen nah. Hopp allerdings war keineswegs zufrieden mit seiner Vorstellung.

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Am Freitag wurde im Ally Pally ein weiteres Kapitel deutsche Darts-Geschichte geschrieben, doch auf seinen eigenen Beitrag war Topspieler Max Hopp nicht sonderlich stolz. Nur eine "Vier minus" gab sich der Weltranglisten-24. aus Kottengrün für seine wackelige Vorstellung beim 3:2 gegen den Niederländer Benito van de Pas: "Ich weiß, was ich imstande bin zu leisten. Das war heute nur ein Bruchteil."

Letztlich kam der ewige deutsche Hoffnungsträger am Sport1-Mikrofon aber doch noch auf das Wesentliche zu sprechen: "Zwei Deutsche in Runde drei, wie toll ist das denn?!" Hopp und WM-Debütant Nico Kurz (22/Nidderau), der überraschend den Weltranglisten-15. Joe Cullen aus England mit 3:1 bezwang, spielen noch vor Weihnachten um den erstmaligen Achtelfinaleinzug eines Deutschen bei der PDC-WM.

Bereits die Qualifikation der beiden Hessen für die dritte Runde ist eine kleine Premiere. Der damals 18-jährige Hopp und Sascha Stein standen zwar bei der WM 2015 ebenfalls in der Runde der letzten 32, damals war das Teilnehmerfeld aber kleiner.

Max Hopp und Nico Kurz: Machbare Gegner in der 3. Runde

Newcomer Kurz, Nummer 222 der Welt, hat nun schon zwei Matches gewonnen und darf sich wie Hopp über ein Preisgeld von 25.000 Pfund (rund 29.300 Euro) freuen. Doch die Auslosung lässt auf noch mehr hoffen. Kurz trifft im Hexenkessel Alexandra Palace am Tag vor Heiligabend auf den zwar talentierten, aber ungesetzten Junioren-Weltmeister Luke Humphries aus England. Hopp ist am Sonntagnachmittag (14.45 Uhr live auf DAZN) gegen den 43-jährigen Litauer Darius Labanauskas auf dem Papier klarer Favorit.

Allerdings muss sich der "Maximiser" steigern. Gegen van de Pas, der in der ersten Runde den dritten deutschen Starter Gabriel Clemens (Saarwellingen) bezwungen hatte, profitierte Hopp erheblich von der Schwäche des Gegners. Kommt Hopp gegen Labanauskas im Schnitt erneut nur auf 90,0 Punkte pro Aufnahme, dürfte die Luft dünn für ihn werden.

Michael van Gerwen: Deutscher Spieler in den Top Ten fehlt

Doch die deutsche Nummer eins hat einen äußert prominenten Fürsprecher im Feld. "Max Hopp ist in diesem Jahr noch besser als im vergangenen Jahr. Als ich bei der letzten WM in der dritten Runde gegen ihn gewonnen habe, konnte er sein Spiel gar nicht richtig aufziehen", sagte Weltmeister und Branchenprimus Michael van Gerwen dem Sportbuzzer.

Hopp, der mit erst 23 Jahren bereits seine siebte PDC-WM spielt, müsse sich laut van Gerwen "darauf konzentrieren, seine Gedanken beisammen zu haben. Für das deutsche Darts insgesamt ist es eben enorm wichtig, dass es mal ein Spieler in die Top Ten der Weltrangliste schafft - das fehlt bislang einfach noch."

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