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Boxen - Anthony Joshua zerlegt Kubrat Pulev: Der Weg für Tyson Fury ist frei

SID
Anthony Joshua hat Kubrat Pulev eindrucksvoll geschlagen.

Box-Champion Anthony Joshua hat den giftigen Kubrat Pulev mit einer krachenden Rechten ausgeknockt (die Highlights im Video). Der Weg für den Mega-Fight im Schwergewicht gegen Tyson Fury ist frei.

Erst verbeugte sich Anthony Joshua brav vor den 1000 Fans in der Wembley-Arena, dann eilte er zur ersten Publikumsreihe. Dort saß Kumpel Floyd Mayweather. Der schrille Superstar und einst beste Pound-to-Pound-Boxer aus den USA hatte Joshua bei dessen K.o.-Sieg im WM-Kampf um die Schwergewichtskrone gegen den lange tapfer mitkämpfenden Bulgaren Kubrat Pulev unterstützt.

"Sein Bling-Bling hat mich etwas geblendet", scherzte Joshua über den Auftritt des schmuckbehangenen "Money" Mayweather, der 2017 nach 50 Fights ungeschlagen zurückgetreten war und gerne teure Outfits präsentiert. "Er ist ein großartiger Kämpfer, ein verdammt guter Kerl, Gentleman, ich respektiere sein Handwerk", sagte Mayweather über Joshua, der seinem Gegner keine Chance gelassen hatte.

"An und für sich ist Pulev gut in den Kampf gekommen. Er hätte ein besseres Ende verdient gehabt", sagte Pulevs deutscher Trainer Ulli Wegner am Sonntag dem SID. Der 78-Jährige hatte wegen vertraglicher Probleme nicht mit nach London fliegen können. "Ich lass ihn ein paar Tage in Ruhe. Er ist ein guter Junge, hat große Moral bewiesen", meinte Wegner.

Anthony Joshua: "Lass es Tyson Fury sein!"

Nach Joshuas 24. Sieg im 25. Profikampf fiebert die Boxszene nun dem Mega-Thriller gegen Tyson Fury entgegen. Joshua verteidigte seine drei wichtigen WM-Titel der WBA, WBO und IBF, Fury hält den vierten Titel, den der WBC. "Wer auch immer den Gürtel hat, ich würde gerne gegen ihn kämpfen", rief Joshua in London den Fans zu und meinte: "Wenn das Tyson Fury ist, dann lass es Tyson Fury sein."

Sein Promoter Eddie Hearn rieb sich schon mal die Hände. "Ab morgen nehmen wir den Kampf gegen Tyson Fury in Angriff. Es ist der größte Kampf in der britischen Boxgeschichte", sagte Hearn. Auch Bernd Bönte, langjähriger Klitschko-Manager, ist von dem Deal überzeugt. "Die beiden Teams haben sich schon geeinigt", glaubt Bönte, "ob der Vertrag nun auch unterschrieben wurde, weiß ich nicht."

Fury schaltete sich über die Sozialen Netzwerke ebenfalls in die Debatte ein. "Ich will den Kampf, ich will ihn als nächstes", sagte der 2,06-m-Mann in einem Video: "Ich knocke ihn innerhalb von drei Runden aus." Allerdings gibt es für Fury offenbar noch eine vertragliche Verpflichtung für einen dritten Kampf gegen Ex-Champion Deontay Wilder (USA). Das erste Duell endete mit einem Remis, den zweiten Kampf gewann Fury.

Anthony Joshua zeigt auch gegen Pulev zwei Gesichter

Gegen Pulev zeigte Joshua wieder einmal seine zwei Gesichter. Nach mäßigem Auftakt drehte der Mann aus Watford im Norden Londons in Runde drei plötzlich auf, deckte seinen Gegner mit mehreren Aufwärtshaken ein, Pulev wurde zweimal angezählt. Dass sich der Bulgare von diesen Niederschlägen noch erholte, grenzte an ein Wunder.

Doch in den nächsten Runden zeigte der bereits 39 Jahre alte Pulev sein Kämpferherz und konnte den Kampf wieder einigermaßen ausgeglichen gestalten, gewann sogar die vierte und sechste Runde. In Runde neun machte Joshua wieder ernst, brachte vier Aufwärtshaken in Folge ans Kinn seines Gegners. Pulev wurde zweimal angezählt, ehe ihn Joshua mit einer krachenden Rechten endgültig K.o. schlug.

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