Box-Legende Mike Tyson: Ein Leben voller Drogen, Sex und Gewalt

 
Mike Tyson erwägt für den guten Zweck eine Rückkehr in den Ring. Der 53-Jährige wirkt heute geläutert. Die Karriere von "Iron Mike" war geprägt von Skandalen, Drogen, Sex, Schlägereien und Gefängnisaufenthalten. Ein Rückblick.
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Mike Tyson erwägt für den guten Zweck eine Rückkehr in den Ring. Der 53-Jährige wirkt heute geläutert. Die Karriere von "Iron Mike" war geprägt von Skandalen, Drogen, Sex, Schlägereien, und Gefängnisaufenthalte. Ein Rückblick.

2019 sagte Tyson im Interview mit Good Morning Britain: "Meine Kindheit war dieselbe wie eines jeden in meinem Viertel. Wir hatten kein Geld und keine Hoffnung. Gewalt, Drogen, Alkohol: Ich wurde viele Male verhaftet."
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2019 sagte Tyson im Interview mit Good Morning Britain: "Meine Kindheit war dieselbe wie eines jeden in meinem Viertel. Wir hatten kein Geld und keine Hoffnung. Gewalt, Drogen, Alkohol: Ich wurde viele Male verhaftet."
Tyson wuchs ohne Vater auf, seine Mutter war Prostituierte. "Ich war früher in Gangs, ich hatte Waffen, schoss auf Leute, auf mich wurde geschossen." Mit zwölf habe er gelernt, Menschen niederzuschlagen.
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Tyson wuchs ohne Vater auf, seine Mutter war Prostituierte. "Ich war früher in Gangs, ich hatte Waffen, schoss auf Leute, auf mich wurde geschossen." Mit zwölf habe er gelernt, Menschen niederzuschlagen.
"Ich hatte keine Ahnung, was ich tat, aber ich fühlte mich gut. Alle sagten mir, ich sei gut darin. Das machte mich zu diesem Tyrannen, der vor nichts Respekt hatte", sagte Tyson. Doch Tyson teilte nicht nur aus, er wurde auch zum Opfer.
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"Ich hatte keine Ahnung, was ich tat, aber ich fühlte mich gut. Alle sagten mir, ich sei gut darin. Das machte mich zu diesem Tyrannen, der vor nichts Respekt hatte", sagte Tyson. Doch Tyson teilte nicht nur aus, er wurde auch zum Opfer.
"Ich spreche nicht gerne darüber. Ich möchte das hinter mir lassen, aber ich wurde als Kind missbraucht", sagte Tyson einst in einem Interview mit ESPN.
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"Ich spreche nicht gerne darüber. Ich möchte das hinter mir lassen, aber ich wurde als Kind missbraucht", sagte Tyson einst in einem Interview mit ESPN.
1985 begann Tyson seine Profikarriere. Ein Jahr später, im Alter von 20 Jahren und 144 Tagen, krönte er sich mit einem K.o. gegen Trevor Berbick zum bis heute jüngsten Schwergewichtsweltmeister der Geschichte.
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1985 begann Tyson seine Profikarriere. Ein Jahr später, im Alter von 20 Jahren und 144 Tagen, krönte er sich mit einem K.o. gegen Trevor Berbick zum bis heute jüngsten Schwergewichtsweltmeister der Geschichte.
Trotz seiner erfolgreichen Laufbahn als Profiboxer begleitete ihn die Vergangenheit bis tief in seine Karriere. Wie Tyson in seiner Autobiographie "Undisputed Truth" schrieb, nahm er oft selbst wenige Minuten vor einem Kampf Kokain zu sich.
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Trotz seiner erfolgreichen Laufbahn als Profiboxer begleitete ihn die Vergangenheit bis tief in seine Karriere. Wie Tyson in seiner Autobiographie "Undisputed Truth" schrieb, nahm er oft selbst wenige Minuten vor einem Kampf Kokain zu sich.
Neben Drogen begleiteten Tyson jahrelang auch Frauengeschichten. "Als ich jung war, war ich ein Tier mit Geld. Ich gab es den Leuten und hatte Sex mit ihren Müttern oder Schwestern. Ich hatte Orgien. Ich war verrückt, war krank und hatte keine Ahnung."
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Neben Drogen begleiteten Tyson jahrelang auch Frauengeschichten. "Als ich jung war, war ich ein Tier mit Geld. Ich gab es den Leuten und hatte Sex mit ihren Müttern oder Schwestern. Ich hatte Orgien. Ich war verrückt, war krank und hatte keine Ahnung."
Im "Hotboxin"-Podcast erzählte Tyson, dass er in Las Vegas VIP-Zugang zu sämtlichen Nachtclubs hatte. "Und ich hatte eine Prostituierte, die meine Freundin war", sagte er. Anfang der 1990er Jahre folgte die düsterste Zeit in Tysons Karriere.
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Im "Hotboxin"-Podcast erzählte Tyson, dass er in Las Vegas VIP-Zugang zu sämtlichen Nachtclubs hatte. "Und ich hatte eine Prostituierte, die meine Freundin war", sagte er. Anfang der 1990er Jahre folgte die düsterste Zeit in Tysons Karriere.
1992 soll er eine 18-Jährige vergewaltigt haben. Gegen seine Verurteilung zu sechs Jahren Haft und 30.000 Dollar Schmerzensgeld wehrte sich Tyson jedoch: "Wie kann man jemanden vergewaltigen, der um 2 Uhr morgens ans Hotelzimmer klopft?"
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1992 soll er eine 18-Jährige vergewaltigt haben. Gegen seine Verurteilung zu sechs Jahren Haft und 30.000 Dollar Schmerzensgeld wehrte sich Tyson jedoch: "Wie kann man jemanden vergewaltigen, der um 2 Uhr morgens ans Hotelzimmer klopft?"
Tyson wurde nach drei Jahren und acht Monaten wegen guter Führung entlassen. Die Zelle erwies sich für ihn offenbar sogar als Luxus: "Im Knast hatte ich so viel Sex, dass ich erschöpft war, ich hatte nicht einmal die Kraft, ins Fitnessstudio zu gehen."
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Tyson wurde nach drei Jahren und acht Monaten wegen guter Führung entlassen. Die Zelle erwies sich für ihn offenbar sogar als Luxus: "Im Knast hatte ich so viel Sex, dass ich erschöpft war, ich hatte nicht einmal die Kraft, ins Fitnessstudio zu gehen."
In seiner Biographie schrieb Tyson deshalb: "Manchmal fantasierte ich darüber, jemandem das Gehirn wegzublasen, damit ich den Rest meines Lebens im Gefängnis verbringen kann."
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In seiner Biographie schrieb Tyson deshalb: "Manchmal fantasierte ich darüber, jemandem das Gehirn wegzublasen, damit ich den Rest meines Lebens im Gefängnis verbringen kann."
Es verwundert wenig, dass Tyson nach seiner Freilassung keinen Lebenswandel vollzog. Das Sex- und Drogen-Leben ging weiter. Er gab monatlich 40.000 Dollar für Marihuana aus, er betrieb eine Plantage in Kalifornien, was dort legal ist.
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Es verwundert wenig, dass Tyson nach seiner Freilassung keinen Lebenswandel vollzog. Das Sex- und Drogen-Leben ging weiter. Er gab monatlich 40.000 Dollar für Marihuana aus, er betrieb eine Plantage in Kalifornien, was dort legal ist.
1995 stieg Tyson zurück in den Ring. 1996 holte er sich den WM-Gürtel zurück. 1997 folgte die nächste Zwangspause: Evander Holyfield, der legendärste Biss der Sportgeschichte, 15 Monate Sperre.
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1995 stieg Tyson zurück in den Ring. 1996 holte er sich den WM-Gürtel zurück. 1997 folgte die nächste Zwangspause: Evander Holyfield, der legendärste Biss der Sportgeschichte, 15 Monate Sperre.
In der dritten Runde biss Tyson seinem Gegner in einem Wutanfall ins Ohr und riss ihm ein Stück Knorpel ab. "Ich war wütend, weil Evan mir einen Kopfstoß verpasst hatte (…) und ich wurde einfach wütend", sagte Tyson später bei Oprah.
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In der dritten Runde biss Tyson seinem Gegner in einem Wutanfall ins Ohr und riss ihm ein Stück Knorpel ab. "Ich war wütend, weil Evan mir einen Kopfstoß verpasst hatte (…) und ich wurde einfach wütend", sagte Tyson später bei Oprah.
"Und außerdem war ich stinksauer, weil er so ein guter Kämpfer war. Ich wurde verrückt", sagte Tyson, der sich in Oprah Winfreys Show bei Holyfield entschuldigte.
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"Und außerdem war ich stinksauer, weil er so ein guter Kämpfer war. Ich wurde verrückt", sagte Tyson, der sich in Oprah Winfreys Show bei Holyfield entschuldigte.
Nach dem Berufsverbot startete Tyson noch einige Comebackversuche. 1999 landete er aufgrund von Körperverletzung erneut im Knast. Weitere Skandale blieben nicht aus. Sein Sieg gegen den Polen Andrzej Golota wurde nachträglich annulliert.
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Nach dem Berufsverbot startete Tyson noch einige Comebackversuche. 1999 landete er aufgrund von Körperverletzung erneut im Knast. Weitere Skandale blieben nicht aus. Sein Sieg gegen den Polen Andrzej Golota wurde nachträglich annulliert.
Tyson hatte Drogen konsumiert. "Ich rauchte Marihuana, kurz bevor ich in die Umkleidekabine ging, und es hat mir nichts ausgemacht", gab Tyson später zu. 2002 bekam er noch einen letzten WM-Kampf gegen Lennox Lewis, den er jedoch verlor. Und die Drogen?
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Tyson hatte Drogen konsumiert. "Ich rauchte Marihuana, kurz bevor ich in die Umkleidekabine ging, und es hat mir nichts ausgemacht", gab Tyson später zu. 2002 bekam er noch einen letzten WM-Kampf gegen Lennox Lewis, den er jedoch verlor. Und die Drogen?
Es ging immer weiter. "Es war eine Drogenüberdosis nach der anderen, ich habe nur verrückte Dinge getan, ich weiß nicht, wie ich am nächsten Tag aufgewacht bin. Ich dachte sogar daran, mich umzubringen", sagte Tyson bei einem Medienauftritt 2013.
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Es ging immer weiter. "Es war eine Drogenüberdosis nach der anderen, ich habe nur verrückte Dinge getan, ich weiß nicht, wie ich am nächsten Tag aufgewacht bin. Ich dachte sogar daran, mich umzubringen", sagte Tyson bei einem Medienauftritt 2013.
Um diverse Dopingtests dennoch zu bestehen, benutzte Tyson den Urin seiner Frau, wie er selbst angab. "Sollte dann irgendjemand mal sagen, ich wäre schwanger, hätte ich eben den Urin meiner Kinder abgegeben", sagte Tyson zu ESPN.
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Um diverse Dopingtests dennoch zu bestehen, benutzte Tyson den Urin seiner Frau, wie er selbst angab. "Sollte dann irgendjemand mal sagen, ich wäre schwanger, hätte ich eben den Urin meiner Kinder abgegeben", sagte Tyson zu ESPN.
Tyson gab zu, eine Penis-Imitation für das Fälschen der Tests benutzt zu haben. Die Kontrolleure hätten sich während der Dopingproben immer unwohl gefühlt und sich umgedreht, erklärte Tyson. So hätte er die Proben fälschen können.
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Tyson gab zu, eine Penis-Imitation für das Fälschen der Tests benutzt zu haben. Die Kontrolleure hätten sich während der Dopingproben immer unwohl gefühlt und sich umgedreht, erklärte Tyson. So hätte er die Proben fälschen können.
Eine Geschichte beschreibt Tysons Wahnsinn besonders gut: Er bezahlte einen Tierpfleger dafür, dass er nur seine damalige Ehefrau Robin Givens und ihn in den Zoo lassen würde. Die beiden kamen zum Gorillakäfig, als Tyson einen besonderen Wunsch äußerte.
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Eine Geschichte beschreibt Tysons Wahnsinn besonders gut: Er bezahlte einen Tierpfleger dafür, dass er nur seine damalige Ehefrau Robin Givens und ihn in den Zoo lassen würde. Die beiden kamen zum Gorillakäfig, als Tyson einen besonderen Wunsch äußerte.
Tyson erzählte später: "Ich bot dem Pfleger 10.276 Euro an, damit er den Käfig öffnet und mich den Gorilla schlagen lässt ... aber er lehnte das Angebot ab."
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Tyson erzählte später: "Ich bot dem Pfleger 10.276 Euro an, damit er den Käfig öffnet und mich den Gorilla schlagen lässt ... aber er lehnte das Angebot ab."
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