Boxen

Boxen - Schulz: "Joshua würde gegen Wilder und gegen Fury verlieren"

Anthony Joshua hat am Samstag gegen Andy Ruiz gewonnen.

Nach dem Sieg von Anthony Joshua gegen Andy Ruiz bestimmt die Frage nach dem nächsten großen Kampf im Schwergewicht die Schlagzeilen. Axel Schulz forderte im Gespräch mit SPOX einen Mega-Fight von Joshua gegen Deontay Wilder oder Tyson Fury.

Ein erneuter Rückkampf zwischen Joshua und Ruiz sei Quatsch, erklärte Schulz gegenüber SPOX: "Der Fight am Samstag war unter dem Strich eine Lachnummer. Die Leute wollen keinen dritten Kampf sehen. Jetzt müssen in absehbarer Zeit die Knaller-Kämpfe gegen Deontay Wilder oder Tyson Fury her, um das Schwergewichtsboxen wieder ins richtige Licht zu rücken."

Der frühere Schwergewichtler würde persönlich ein Duell zwischen AJ und Fury bevorzugen, weil er den "Gypsy King" für noch stärker als Wilder halte. "Allerdings ist es eigentlich egal, ob Joshua gegen Wilder oder Fury boxt. Meiner Meinung nach würde er gegen beide verlieren, davon bin ich überzeugt", sagte der 51-Jährige.

Bevor einer der Mega-Fights steigen kann, muss AJ allerdings zu einer Pflichtherausforderung antreten. Laut Promoter Eddie Hearn soll diese im April oder Mai 2020 im Stadion von Tottenham Hotspur gegen Kubrat Pulev oder Oleksandr Usyk stattfinden.

Schulz: "Joshua war fast eine Klitschko-Kopie"

Für den Fight von Joshua gegen Ruiz, den der Engländer am Samstag einstimmig nach Punkten in Saudi-Arbabien gewonnen und damit seine WM-Titel der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO von Ruiz zurückerobert hat, zollte Schulz dem Champion derweil Respekt.

"Joshua hat wie Wladimir geboxt, er war fast eine Klitschko-Kopie. Von der Taktik her war das genau richtig, aber für die Zuschauer war es natürlich nicht schön. Der Kampf hat mehr versprochen, als er gehalten hat. Man hätte sich gewünscht, dass er draufgeht, dass er als Herausforderer den Biss zeigt, mehr machen zu wollen. Nach den Erfahrungen im ersten Kampf ist es aber natürlich komplett nachvollziehbar, dass er taktisch geboxt hat", meinte Schulz und erinnerte an das erste Duell im Juni in New York, als Ruiz AJ durch technischen K.o. in der siebten Runde bezwungen hatte.

Schulz über Ruiz: "Das kann man so nicht machen"

Beim Rückkampf war Ruiz allerdings chancenlos und räumte anschließend sogar ein, sich nicht gut genug vorbereitet gehabt zu haben. Deshalb musste er sich heftige Kritik vom früheren Klitschko-Manager Bernd Bönte gefallen lassen.

Schulz pflichtete Bönte bei. "Das kann man so nicht machen, das ist eine Frage der Einstellung", sagte der Brandenburger zum Fitnesszustand von Ruiz: "Aber unabhängig davon muss man sagen, dass er im ersten Kampf einfach den Tag seines Lebens hatte. Er wurde unterschätzt und hat das Beste daraus gemacht. Er war Schwergewichts-Weltmeister, was gigantisch ist und für immer bleiben wird. Aber ich traue ihm nach dieser Enttäuschung im Rückkampf nicht zu, noch einmal Weltmeister zu werden."

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