Boxen

Wladimir soll WBC-Titel zurückholen

SID
Witali Klitschko unterstützte seinen Bruder Wladimir beim Kampf gegen Alex Leapai
© getty

Ex-Weltmeister Witali Klitschko wird nicht mehr in den Boxring zurückkehren. "Ich werde bald 43 Jahre alt, das macht für mich keinen Sinn", sagte der Ukrainer, der für die Politik in seinem krisengeschüttelten Heimatland den Titel des Boxverbandes WBC niedergelegt hatte: "Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, ich habe mir alle Träume im Boxen erfüllt."

Ex-Weltmeister Witali Klitschko wird nicht mehr in den Boxring zurückkehren. "Ich werde bald 43 Jahre alt, das macht für mich keinen Sinn", sagte der Ukrainer, der für die Politik in seinem krisengeschüttelten Heimatland den Titel des Boxverbandes WBC niedergelegt hatte: "Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, ich habe mir alle Träume im Boxen erfüllt."

Als "Weltmeister im Ruhestand" hat der ältere der beiden Klitschko-Brüder die Chance, den Schwergewichts-Weltmeister des WBC (World Boxing Council) herauszufordern. In zwei Wochen kämpfen Chris Arreola (USA) und Bermane Stiverne (Kanada) in Los Angeles um den vakanten Titel.

Allerdings plant Mehrfach-Champion Wladimir Klitschko, im September gegen den Sieger um den WBC-Gürtel zu boxen. Die Brüder haben stets betont, nie gegeneinander anzutreten. Seinen letzten Kampf hatte Witali Klitschko im Spetmber 2012 bestritten und dabei den Kölner Manuel Charr K.o. geschlagen.

Hoffen auf Vereinigungskampf

"Ich hoffe, die Offiziellen stimmen einem Vereinigungskampf zu", sagte Wladimir Klitschko nach seinem K.o.-Sieg gegen den Australier Alex Leapai in Oberhausen: "Es wäre eine tolle Herausforderung. Ich war noch nie WBC-Champion."

Witali Klitschko traut seinem Bruder nicht nur zu, den WBC-Titel zurück in die Familie zu holen, er glaubt fest daran, dass der 38 Jahre alte Wladimir das Schwergewichtsboxen auch in den kommenden Jahren dominieren wird. "Er kann locker noch zehn Jahre kämpfen", sagte Witali: "Das Wichtigste im Boxen ist es, nicht getroffen zu werden. Wladimir kämpft überlegt, er gibt dem Gegner keine Chance. Von Kampf zu Kampf wird er besser und besser."

"Künstlich aufgeblasen"

Witali Klitschko nutzte den WM-Kampf seines Bruders Wladimir, um für seine Politik in der ukrainischen Heimat zu werben. "Mehr als 70 Prozent der Menschen in der Ukraine stehen zur Europäischen Union", sagte der frühere Schwergewichts-Boxer in Oberhausen. Witali Klitschko war am Tag des K.o.-Siegs seines jüngeren Bruders Wladimir über Alex Leapai (Australien) aus Kiew angereist, bereits am Tag darauf trat er wieder die Heimreise an.

"Jeder in der Ukraine, im Norden, Süden, Westen und Osten will einen normalen Lebensstandard, einen normalen Job und ein normales Einkommen", sagte der 42-Jährige. Es gebe keinen Grund für einen Krieg in der Ukraine: "Ob Sprache, Geschichte oder Glaube: Es gibt keinen Konflikt in unserem Land." Alles sei "künstlich aufgeblasen. Russland versucht alles, um Krieg zu schüren", sagte Klitschko.

Der ehemalige WBC-Champion, der seinen WM-Titel für die Politik niedergelegt hatte, bat um Hilfe: "Wir brauchen moralische und politische und wahrscheinlich auch finanzielle Unterstützung, um diese wirtschaftlich schwierige Zeit zu überleben. Wir brauchen Hilfe von unseren Freunden."

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