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Boxen

Floyd Mayweather trifft auf Robert Guerrero

Von Marco Nehmer
Floyd Mayweather (l.) tritt in der Nacht auf Sonntag gegen Robert Guerrero an
© getty

Am Samstag steigt in Las Vegas der Kampf um den WBC-Titel im Weltergewicht zwischen Weltmeister Floyd Mayweather und Robert Guerrero (So., 3 Uhr im LIVE-TICKER). Mayweather steigt als Favorit in den Ring, doch Guerrero gibt sich kämpferisch - und schöpft Kraft aus seiner familiären Tragödie.

"Zwei Kinder großzuziehen und die Ehefrau an Krebs sterben zu sehen, das ist Druck", sagte Guerrero (31-1-1, 18 Knockouts) der "Los Angeles Times". Wegen seiner privaten Situation absolvierte der Rechtsausleger 15 Monate keinen Kampf, bis er im Juli 2012 in den Ring zurückkehrte. "Dagegen ist das hier nichts."

Das Schicksal seiner Frau machte Guerrero nach eigener Auffassung noch stärker.

Guerrero: "Seine erste Niederlage"

"Es hat mich als Mann auf ein ganz neues Level gehievt", so der 30-Jährige, der sich durch Siege gegen Selcuk Aydin und Andre Berto zum Mayweather-Herausforderer aufschwang. Dem unbesiegten Champion (43-0, 26 Knockouts) will Guerrero in dessen 44. Profikampf die erste Niederlage verpassen: "Ich bin bereit. Die 'Null' muss fallen. Er wird seine erste Niederlage kassieren."

Der Kampf steigt in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas. "Die Leute sagen, es wäre Floyd Mayweathers Wohnzimmer", sagte Guerrero und schob hinterher: "Nun, dann wird das hier ein Hausfriedensbruch."

Mayweathers erster Kampf des Multimillionen-Deals

WBC-Champion Mayweather indes steht vor seinem ersten Kampf seit dem Abschluss des Mega-Deals mit dem US-Sender "Showtime". Der Vertrag sieht sechs Kämpfe vor und wird dem 36-Jährigen wohl über 200 Millionen Dollar einbringen - der höchstdotierte TV-Vertrag in der Geschichte des Boxens.

Sind die Gedanken Mayweathers also eher bei den Einschaltquoten als bei seiner Performance, wie unter vorgehaltener Hand geunkt wird? Mayweather ließ auf der Pressekonferenz keinen Zweifel daran, gut vorbereitet zu sein: "Robert Guerrero hat offensichtlich etwas richtig gemacht, um auf dieses Level zu kommen, ich musste im Trainingscamp daher absolut an die Grenzen gehen."

Schlagabtausch der Väter

Dort bewegten sich auch die Väter der beiden Profis. Als Ruben Guerrero die Verurteilung des Weltmeisters wegen eines tätlichen Übergriffs auf seine Ehefrau ansprach und ihm vorwarf, das Verhalten von seinem Vater übernommen zu haben, mischte sich Floyd Mayweather sr. aus dem Publikum ein. Nachdem der verbale Schlagabtausch nicht endete, entfernte Promoter Oscar de la Hoya schließlich Guerrero sr. vom Podest.

Nach der Pressekonferenz setzte Ruben Guerrero seine Tirade allerdings fort, bis Mayweather sr. aus dem Nichts auftauchte und auf den Vater des Herausforderers zustürmte. Der tätliche Angriff wurde von Light-Heavyweight-Champ Bernard Hopkins verhindert, der die schreienden Streithähne auseinander hielt.

Die Kämpfer blieben unterdessen ruhig. "Nur Gott kann über mich richten", erklärte Mayweather jr.: "Alles was ich machen kann, ist dort rauszugehen, Siege einzufahren und Euch Leuten Spannung zu bieten."

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