Spezialist Alba und Krisenklub Bamberg im Pokalfinale

SID
Nils Giffey war Topscorer beim Hauptstadtklub.
© getty

Die Spezialisten von Alba Berlin und der Krisenklub Brose Bamberg stehen im Endspiel um den Pokal der BBL. Vizemeister Alba setzte sich in der Runde der letzten Vier nach einer überlegenen Vorstellung 105:70 (57:29) bei den Frankfurt Skyliners durch und erreichte zum fünften Mal in sieben Jahren das Finale, Bamberg zitterte sich gegen die Telekom Baskets Bonn zu einem 90:87 (46:50).

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Berlin, das im Vorjahr im Pokal- und im Play-off-Finale an Bayern München gescheitert war, spielt um seinen zehnten Triumph und hat die Chance, mit Rekordsieger Bayer Giants Leverkusen gleichzuziehen. Bamberg gelang genau eine Woche nach dem Amtsantritt von Federico Perego der erste Erfolg unter seinem neuen Trainer, der frühere Serienmeister hat den Cup bislang fünfmal geholt.

Das Finale findet am 17. Februar (15.00 Uhr) statt, Austragungsort ist Bamberg. Das ergab die Auslosung nach dem zweiten Halbfinale, vorgenommen von BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Diese war notwendig, da die Liga zur aktuellen Saison einen neuen Modus eingeführt und dabei das Top-Four-Turnier abgeschafft hatte. Statt der bislang sieben Teams nahmen 16 am Wettbewerb teil.

Alba, das die Bayern im Viertelfinale ausgeschaltet hatte, wurde seiner Favoritenrolle in Frankfurt mehr als gerecht. Der achtmalige Meister überrollte die zuletzt wettbewerbsübergreifend sechsmal in Folge sieglosen Skyliners regelrecht, kurz vor dem Ende der ersten Hälfte betrug der Vorsprung erstmals 30 Punkte (56:26/18. Minute).

Berlin ließ danach nichts mehr anbrennen, zu Beginn des Schlussviertels (84:51) war das Duell längst gelaufen. Lediglich Quantez Robertson (16 Punkte) sorgte für den ein oder anderen Frankfurter Lichtblick. "Wir hatten eine superhohe Energie. Wir haben rotiert ohne Ende, so kommt eine solche Leistung wie heute zustande", sagte Berlins Nationalspieler Joshiko Saibou bei MagentaSport.

Enger ging es beim Krisenduell in Bamberg zu. Beide Klubs hatten zuletzt nach enttäuschenden Auftritten den Trainer gewechselt, Perego übernahm bei den Franken den Posten von Ainars Bagatskis, in Bonn beerbte der bisherige Assistent Chris O'Shea den entlassenen Predrag Krunic.

Besonders Bamberg war die Verunsicherung anzumerken, die Franken erlaubten dem Gegner früh einen 12:0-Lauf und fanden bis zur Pause nie ihren Rhythmus. Erst im zweiten Durchgang lief es besser, die zuvor so treffsicheren Bonner bekamen immer mehr Probleme.

Bis zur letzten Sekunden war für beide Teams das Weiterkommen drin, Tyrese Rice brachte Bamberg sieben Sekunden vor Schluss auf 89:87 nach vorn, danach stellte Nationalspieler Patrick Heckmann von der Freiwurflinie den Endstand her. Bonn kam beim letzten Ballbesitz nicht mehr zu einem Abschluss. "Wir haben die Emotionen aus dem Publikum und unsere Emotionen genutzt. Der Sieg ist verdient", sagte Rice.

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