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Basketball

Bamberg weiter - Bonn gewinnt Krimi

Von Marco Heibel
Bamberg legte den Grundstein zum Sieg früh in der Partie
© getty

Was für ein Krimi in den Playoffs der Beko BBL: Angeführt von einem überragenden Kyle Weems (34 Punkte, zehn Rebounds) haben die Telekom Baskets Bonn durch einen 88:82-Sieg nach Verlängerung in der Viertelfinal-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg zum 2:2 ausgeglichen. Titelverteidiger Bamberg hat dagegen das Halbfinale erreicht.

Phoenix Hagen - Brose Baskets 75:92 (11:34, 26:20, 22:23, 16:15)

Hagen: White, Bell (beide 21), Hess, Wendt (beide 8), Gordon, Gregory (beide 7), Bleck (3)

Bamberg: Ford (23), Jacobsen (17), Nachbar (16), Neumann (10), Gavel (8), Tadda (7), Zirbes (6), Goldsberry (3), Renfroe (2)

Die Statistiken nach dem ersten Viertel sprachen Bände: Spielstand 11:34, Rebounds 6:12, Ballverluste 9:3 - Bamberg war in allen Belangen überlegen und überrollte die Westfalen förmlich, die den Favoriten in ihrem ersten Spiel vor einer Wochenoch das Fürchten gelehrt hatten.

Ab dem zweiten Durchgang entwickelte sich jedoch eine ausgeglichene Partie, weil die Gäste aus Franken plötzlich ebenfalls anfingen, unkonzentriert aufzubauen und die Hagener so zu vielen leichten Punkten einluden. Mit dem Halbzeitstand von 37:54 konnte Phoenix allerdings nur wenig Hoffnung schöpfen.

Die Hausherren, die ohne die gesperrten Mark Dorris, Bernd Kruel und Max Kramer auskommen mussten, konnten den Abstand auch im weiteren Spielverlauf nur peu à peu verkürzen - auch weil die Trefferquote der als starke Dreierschützen bekannten Mannschaft stark zu wünschen übrig ließ. Am Ende der Partie fand nur rund jeder vierte Ball von draußen sein Ziel.

Anders Bambergs Casey Jacobsen, der fünf seiner zehn Versuche von der Dreipunktelinie im Korb versenkte und die Mannschaft von Chris Fleming auch während eines 9:0-Runs der Hagener auf Kurs hielt. Neben Jacobsen überzeugten beim Meister vor allem Sharrod Ford (23 Punkte) und Bostjan Nachbar (16 Punkte).

Im Schlussviertel ergaben sich auch Ingo Freyers tapfere Hagener, bei denen David Bell und Devin White (je 21 Punkte) herausstachen, ihrem Schicksal. Dem Team gelang es, drei Viertel lang ein nahezu gleichwertiger Gegner zu sein und sowohl bei den Turnovers (16:18 nach vier Vierteln) als auch am Brett (41:46 Rebounds) im Spielverlauf deutlich zuzulegen. Allein die bis zum Schluss eklatant schwächere Wurfausbeute konnte das Team nicht kompensieren. Bamberg gewann die Viertelfinal-Serie mit 3:1.

Telekom Baskets Bonn - Baskets Oldenburg 88:82 OT (27:19, 24:16, 11:10, 11:28, 15:9)

Bonn: Weems (34), McLean (26), Jordan (10), Mangold, Thülig (beide 6), Wohlfarth-Bottermann, McCray (beide 3)

Oldenburg: Jenkins (26), Chubb (19), Paulding (17), Joyce (8), Wysocki (5), Kramer (4), Smeulders (2), Bahiense de Mello (1)

Der Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale zwischen den Telekom Baskets Bonn und den EWE Baskets Oldenburg hat auch nach dem vierten Spiel Bestand. Die Rheinländer schlugen den Meister von 2009 im heimischen Telekom Dome mit 88:82 nach Verlängerung und reisen am Samstag zum Showdown in Spiel fünf nach Oldenburg.

Bonn zeigte sich bestens erholt von der 67:97-Pleite aus Spiel drei. Das Team von Michael Koch begann hochkonzentriert, zwang den Favoriten zu vielen leichten Ballverlusten und lag bereits nach drei Minuten mit 12:2 in Führung.

Auch im zweiten Viertel legten die Bonner einen Blitzstart hin, bauten ihre Führung dank eines 13:0-Laufs nach 13 Minuten auf 40:19 aus. Allein Ex-BBL-MVP Julius Jenkins (26 Punkte, sechs Rebounds) hielt für die EWE Baskets in dieser Phase dagegen, die in der ersten Hälfte nur 36 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld trafen.

Mann der ersten Hälfte war aber Bonns Kyle Weems: Der Forward hatte Mitte des zweiten Viertels nach seinem sechsten verwandelten Dreier bei sechs Versuchen bereits 26 Punkte auf dem Konto.

Angesichts einer 17-Punkte-Führung der Bonner vor dem letzten Viertel schien die Partie eigentlich gelaufen, doch angeführt von Julius Jenkins und Adam Chubb holte Oldenburg Punkt um Punkt auf.

Ein Dreier von Jenkins sorgte 29 Sekunden vor der Schlusssirene für den Ausgleich - es ging in die Verlängerung. Dort fand Bonn den Faden jedoch wieder, ein 8:0-Run brachte dem über 45 Minuten aggressiveren und konzentrierten Team am Ende den verdienten Sieg.

Die Playoffs im Überblick

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