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Hitlergruß auf dem Podium: FIA-Untersuchung gegen russischen Kart-Fahrer

SID
Russland

Der Automobil-Weltverband FIA hat wegen des Zeigen des Hitlergrußes eine Untersuchung gegen den russischen Kart-Fahrer Artjom Sewerjuchkin eingeleitet. Eine Entscheidung über das Strafmaß gegen den 15-Jährigen solle in Kürze bekannt gegeben werden, teilte der Veranstalter FIA am Montag mit. Sein Team hat ebenfalls reagiert.

Sewerjuchkin hatte sich am Sonntag nach seinem Sieg bei der europäischen Kart-Rennserie in Portimao während der Nationalhymne auf dem Siegerpodest zunächst zwei Mal mit der Faust auf die Brust geschlagen und anschließend den rechten Arm gehoben. In der Folge brach der Fahrer in Gelächter aus.

Am Montag bat Sewerjuchkin in einem Video auf Telegram um Entschuldigung. Er beteuerte, dass die Geste nicht als Hitlergruß gemeint gewesen sei: "Ich bin bereit, bestraft zu werden, aber bitte glaubt mir: Es war überhaupt nicht meine Intention, einen Hitlergruß zu zeigen."

Sewerjuchkin ging in Portugal wegen der Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs unter italienischer Flagge an den Start. Die FIA schrieb in ihrer Stellungnahme von einem "inakzeptablen Verhalten".

Sein Team Ward Racing kündigte auf Instagram Konsequenzen an: "Die Handlungen von Artem Severiukhin während der Preisverleihung am 10. April 2022 waren ausschließlich individuell und repräsentieren in keiner Weise die Ansichten und Werte von Ward Racing. Im Gegenteil, Ward Racing steht an der Seite der internationalen Gemeinschaft, die den Einmarsch Russlands in die Ukraine verurteilt, und drückt seine Solidarität mit den Menschen aus, die unter diesem unprovozierten und schrecklichen Angriff leiden."

Daher werde man die Zusammenarbeit mit Sewerjuchkin beenden: "Auf der Grundlage dieser Überlegungen sieht Ward Racing keine Möglichkeit für eine weitere Zusammenarbeit mit Artem Sewerjuchkin und wird seinen Rennvertrag auflösen."

 

 

 

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