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"Einfach verrückt": Olympiasiegerin Funk holt auch WM-Gold

SID

Nach ihrem Triumph in Tokio krönt sich Kajak-Olympiasiegerin Ricarda Funk auch zur Weltmeisterin. Es ist der goldene Abschluss einer herausragenden Saison.

Unaufhaltsam bahnte sich Ricarda Funk ihren Weg durch das schäumende Wildwasser, dann entlud sich ihre Freude in einem Urschrei: Die Kajak-Olympiasiegerin setzte ihren Triumphzug nach dem Sieg in Tokio fort und krönte sich auch zur Weltmeisterin. Der goldene Abschluss einer herausragenden Saison sorgte bei der 29-Jährigen für Freudentränen.

"Es ist einfach verrückt. Ich war im Flow und als ich meine Zeit gesehen habe, war ich einfach nur glücklich", sagte Funk nach dem Finale bei der Kanuslalom-WM in Bratislava. Zuvor hatte sie ihrer bis dato führenden Mannschaftskollegin Elena Apel noch den Sieg weggeschnappt.

Mit einer nahezu fehlerfreien Leistung paddelte Funk vor den Augen der mitfiebernden Apel als letzte Starterin mit 2,51 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie - und reckte stolz ihre Siegerfaust in den Himmel. Die herzlichen Glückwünsche der geschlagenen Teamkameradin nahm sie gerne entgegen.

Nach der Enttäuschung vor den Olympischen Spielen in Rio 2016, als sie nicht für die deutsche Auswahl nominiert worden war, sind die jüngsten Titel auch Genugtuung. Funk fährt die beste Saison ihrer Karriere und erhält nun den Lohn für das intensive Training.

"2016 war ich sehr traurig, weil ich es nicht ins Team geschafft habe. Dass ich jetzt so zurückgekommen bin, ist unglaublich", sagte Funk, die am Sonntag zum WM-Abschluss im ab 2024 in Paris olympischen Extrem-Slalom an den Start gehen wird.

Dort wird auch wieder Dauerrivalin Jessica Fox dabei sein. Die favorisierte Australierin war im Kajak wegen einer 50-Sekunden-Zeitstrafe im Halbfinale gescheitert und ebnete Funk dadurch den Weg zu ihrem zweiten WM-Gold nach dem Triumph mit der Mannschaft vor vier Jahren.

Bei den Männern verpasste das Trio um den Olympia-Dritten Hannes Aigner das Podium. Der Augsburger landete im Endlauf auf dem vorletzten Platz. Auch Stefan Hengst (Hamm) und Noah Hegge (Augsburg) fuhren mit den Rängen fünf und sechs am Podest vorbei.

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