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Schwere Vorwürfe gegen Gewichtheber-Weltverband: Doping-Vertuschung und Korruption

SID
Gegen den Gewichtheber-Weltverband IWF und seinen langjährigen Präsidenten Tamas Ajan sind schwere Vorwürfe erhoben worden.
© getty

Gegen den Gewichtheber-Weltverband IWF und seinen langjährigen Präsidenten Tamas Ajan (Ungarn) sind schwere Vorwürfe erhoben worden. Laut der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Der Herr der Heber" soll der IWF-Präsident seit fast 20 Jahren ein System der Korruption, Doping-Vertuschung und schwarzen Kassen ermöglicht haben. Der 80-Jährige muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Bis zum Jahr 2009 sollen Zahlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aus der Olympia-Vermarktung in den Bilanzen der IWF nicht aufgetaucht sein. Nach ARD-Informationen habe Ajan den Verbleib von mindestens 5,5 Millionen Dollar nicht erklären können. Der Schweizer Gutachter Mark Pieth, Professor für Strafrecht an der Uni Basel, sieht den Anfangsverdacht für drei Straftaten als gegeben an.

Mit Konsequenzen muss auch Gewichtheberin Rattikan Gulnoi aus Thailand rechnen. Die Olympia-Dritte von London 2012 erklärte vor verdeckter Kamera, Anabolika genommen zu haben. Gulnoi bestätigte auch, dass es Kinderdoping in Thailand gegeben habe.

Zudem liegen der ARD-Dopingredaktion Hinweise vor, dass von der IWF beauftragte Dopingkontrolleure womöglich von der ungarischen Anti-Doping-Agentur HUNADO Geld als Gegenleistung für das Akzeptieren manipulierter Dopingproben angenommen haben. In zahlreichen Ländern soll die IWF wenige oder gar keine Dopingproben durchgeführt haben.

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