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Ironman-WM: Titelverteidiger Patrick Lange gibt wegen Fieber auf

SID
Titelverteidiger Patrick Lange musste bei der Ironman-WM vorzeitig wegen Fiebers aufgeben.
© getty

Patrick Lange saß mit hängenden Schultern auf dem Rahmen seines Fahrrads, begleitet von einem Betreuer wurde der enttäuschte zweimalige Ironman-Weltmeister in ein Auto geführt: Gesundheitlich geschwächt hat der 33-Jährige seinen Traum vom Titel-Hattrick auf Hawaii vorzeitig begraben müssen.

Lange, der in der Nacht zu Samstag Fieber bekommen hatte, beendete das Rennen nach einer hervorragenden Schwimmleistung und guten 60 km auf dem Rad früher als geplant.

Nach Angaben seines Managements war dem gebürtigen Hessen bei feuchtheißen Bedingungen schwarz vor Augen geworden. Er stellte sein Rad folgerichtig am Streckenrand ab. "Am Morgen war eigentlich wieder alles gut. Es ist Patrick dann aber plötzlich schwindelig geworden. Wenn man einen Blackout für ein, zwei Sekunden hat, ist das sehr gefährlich", sagte Langes Manager Jan Sibbersen im hr-Fernsehen: "Die Enttäuschung ist sehr groß."

Patrick Lange: Seuchensaison setzt sich fort

Für Lange setzte sich damit die Seuchensaison fort. Bei der EM in Frankfurt/Main war er vom ebenfalls zweimaligen Weltmeister Jan Frodeno deklassiert worden, bei der WM über die Halbdistanz wurde er zudem deutlich geschlagen. In den Tagen vor dem WM-Rennen musste Lange zudem bittere Nachrichten aus seinem persönlichen Umfeld verkraften: Sein Trainer Faris Al-Sultan durfte wegen Problemen mit dem US-Visum nicht nach Hawaii reisen, seine Ehefrau Julia stürzte bei einer Radausfahrt.

Trotz des vorzeitigen Ausstiegs von Lange deutete nach drei Rennstunden vieles auf den sechsten deutschen WM-Sieg in Serie hin. Top-Favorit Jan Frodeno, der 2015 und 2016 triumphiert hatte, lag zur Hälfte der Radstrecke in Führung und machte einen starken Eindruck.

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