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Deutschland-Achter auf Goldkurs

SID
Martin Sauer ist der Steuermann des Deutschland-Achter
© getty

Den Titelverteidiger entzaubert, das Finale erreicht: Der Deutschland-Achter liegt bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam auf Goldkurs. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gewann seinen Vorlauf auf der Bosbaan in beeindruckender Art und Weise vor Weltmeister Großbritannien und Frankreich und ersparte sich damit einen kräftezehrenden Hoffnungslauf.

"Wir wollten eine Duftmarke setzen, das ist uns ganz gut gelungen", sagte Eric Johannesen nach dem ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg mit einer dreiviertel Länge Vorsprung auf die hoch gehandelten Briten. "Jetzt wollen wir auch Gold holen", ergänzte der Hamburger selbstbewusst.

Für die Entscheidung im Vorlauf hatte der Europameister schon zur Hälfte der Strecke mit einem Blitzstart gesorgt. "Wir konnten die anderen mit unserem Tempo zu Beginn überraschen", stellte Steuermann Martin Sauer (Berlin) zufrieden fest. Großbritannien startete zwar bei 1500 m noch einmal einen Angriff, die deutsche Crew um Schlagmann Felix Wimberger (Passau) wehrte diesen aber souverän ab.

Platz zwei im Vorjahr

Trotz der starken Vorstellung bei kühlen Temperaturen und grauem Himmel warnte Trainer Ralf Holtmeyer vor Überheblichkeit. "Nur mit einem Vorlauf ist noch keiner Weltmeister geworden", sagte Holtmeyer. Nach Platz zwei im Vorjahr in Südkorea stehen die Chancen aber gut, dass das DRV-Paradeboot in der niederländischen Hauptstadt wieder auf den WM-Thron zurückkehrt.

"Das war schon eine gute Leistung und eine Hausnummer. Die ersten 1000 m waren super", sagte auch der eher kritische Holtmeyer, der einschließlich Steuermann Sauer noch auf fünf Olympiasieger von London bauen kann.

Schneller als Polen

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat sich sein Team zudem weiter stabilisiert. "Besonders in der Streckenmitte. Wir haben eine höhere Grundschnelligkeit", meinte Holtmeyer. Die Siegerzeit des Deutschland-Achters war auch knapp zwei Sekunden schneller als die des polnischen Bootes, das das zweite Halbfinale überraschend für sich entschied und damit ebenfalls direkt ins Finale einzog.

Das Halbfinale erreichten derweil Hans Gruhne/Stephan Krüger im Doppelzweier. Das Duo aus Potsdam und Rostock setzte sich im Vorlauf nach 2000 m und einem packenden Endspurt mit 0,04 Sekunden Vorsprung auf die Briten John Collins/Jonathan Walton durch.

Der Frauen-Doppelzweier mit Julia Richter/Mareike Adams (Berlin/Essen) kämpft unterdessen am Mittwoch im Hoffnungslauf ebenso um die Halbfinalteilnahme wie der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann.

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