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Hambüchen hadert mit der Vergangenheit

SID
Fabian Hambüchen wurde 2007 zum Sportler des Jahres in Deutschland ausgezeichnet
© Getty

Deutschlands Vorzeigeturner Fabian Hambüchen will bei den Olympischen Spielen in London weniger verbissen auftreten als vor vier Jahren in Peking. "Ich werde mich selber nie wieder so unter Druck setzen und es auch nicht zulassen, dass ich so unter Druck gesetzt werde", sagte der 24-Jährige der "Bild" mit Blick auf die Sommerspiele vom 27. Juli bis 12. August.

In Peking holte er 2008 am Reck Bronze, konnte sich darüber aber nicht freuen, da er sich die den ersten Podiumsplatz zum Ziel gesetzt hatte. "Ich machte mich selbst zu einem Gefangenen (...), da ich die ersehnte Goldmedaille so viel Macht über mich und meinen Alltag gewinnen ließ", sagte der Weltmeister von 2007.

Daher fahre er in diesem Sommer nicht mit dem Anspruch nach London, unbedingt Gold holen zu müssen.

"Kein unvollendeter Athlet" ohne Gold

Seinen Ehrgeiz hat der mehrmalige Europameister aber nicht verloren. "Mein Siegeswille ist nach wie vor nicht gestillt", sagte er. Nur ist er jetzt ein wenig gelassener: "Ich wäre kein unvollendeter Athlet, wenn ich in meiner Karriere kein Gold gewinnen sollte."

Denn Peking sei eine "Höllenfahrt" gewesen, die er sich nicht noch mal antun wolle: "Ich bin mit Scheuklappen rumgelaufen (...). Ich habe die Faszination und die Schönheit der Olympischen Spiele gar nicht wahrgenommen."

Für sein Verhalten nach seinem Fehler im Reck-Finale in Peking hat der gebürtige Bergisch Gladbacher heute kein Verständnis mehr: "Es war doch irrsinnig, dass ich mich am Ende nicht mal über Bronze richtig freuen konnte."

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