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Dank gebührt Corradina

SID
Carsten-Otto Nagel holte den Gesamtsieg und bedankte sich bei seiner Stute.
© SID

Der Sieg im Großen Preis wurde Carsten-Otto Nagel noch entrissen, trotzdem war der deutsche Springreiter der strahlende Gewinner in der Münchner Olympiahalle: Der 46-Jährige aus Wedel sicherte sich mit Platz zwei den Gesamtsieg der Riders Tour.

Ein neues Auto, 30 000 Euro Preisgeld und der Titel "Rider of the year" waren der einträgliche Lohn für Nagel nach seinem zweiten Platz beim abschließenden Springen bei den Munich Indoors.

In der ihm eigenen gediegenen Art schwenkte Nagel nach seinem Gesamterfolg lässig den Hut in die Runde der Olympiahalle und demonstrierte damit holsteinische Siegerfreude.

"Es war ja noch einmal ganz schön spannend, aber am Ende ist es jetzt alles gut", kommentierte Nagel. Auch für den deutschen Springsport im Ganzen sieht Nagel optimistisch in die Zukunft: "Es gibt eine breite, starke Front, die nachkommt. Das tut dem deutschen Reitsport gut."

 

Gredley gewinnt als letzter Starter

Den Sieg im Großen Preis musste er dem Briten Tim Gredley überlassen. Als letzter Starter des zweiten Umlaufs verdrängte dieser Nagel von der Spitzenposition und gewann mit Omelli in 33,70 Sekunden.

Nagel und Topstute Corradina hatten 34,45 Sekunden gebraucht. Der Niederländer Gert-Jan Bruggink platzierte sich mit 34,53 Sekunden auf dem dritten Rang.

Der 27 Jahre alten Amazone Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) genügte der vierte Platz im Großen Preis, um ihre Verfolgerposition hinter Nagel zu behaupten.

Sie wurde Zweite der Gesamt-Tourwertung und strahlte vor Freude. "Wenn ich meine Form so halten kann, sieht es in den nächsten Jahren für mich gut aus", lautete ihre Kampfansage an die deutschen Konkurrenten.

Nage bedankt sich bei Stute Corradina

Mit der Schimmelstute Corradina hat Nagel eins der besten Pferde auf der Welt unter dem Sattel. "Corradina ist mutig und vorsichtig", sagte Nagel: "Mein Dank gebührt ihr."

Eigentlich sollte Nagel mit seiner Stute auch als Reservepaar zu den Olympischen Spielen nach Hongkong mitfliegen, aber Corradinas Besitzer, Tchibo-Erbe Michael Herz, wollte der Stute die Belastung nicht zumuten.

Die Dressur-Matinée dominierten Anja Plönzke (Wiesbaden) und Hubertus Schmidt (Borchen Etteln). In der Kür siegte Anja Plönzke auf ihrem Hengst Solero.

Mit 74,90 Prozentpunkten setzte sich die 40-Jährige an die Spitze des sechsköpfigen Starterfeldes und schwärmte: "Ich liebe München ­ sowohl die Stadt als auch diese Veranstaltung."

Beerbaum verlässt Turnier für Frau und Kind

Hubertus Schmidt gewann mit Franziskus und 70,68 Prozentpunkten die klassische Tour, den Grand Prix Spezial. "Franziskus ist wirklich eines der besten Pferde, das ich je unter dem Sattel hatte."

Ludger Beerbaum hatte am Vortag die Qualifikation zum Finale der Riders Tour gewonnen. Mit Couleur Rubin beendete der Riesenbecker den Stechparcours fehlerfrei in 34,60 Sekunden.

Sieben Hundertstel Sekunden langsamer war der Italiener Emilio Bicocchi auf Kapitol dArgonne. Nach dem Springen hastete der Sieger sofort zum Flughafen.

Seine Lebensgefährtin Arundel Davidson erwartet ein Baby, errechneter Geburtstermin war der 6. Dezember. Doch das Baby ließ auf sich warten - Beerbaum kehrte für den Großen Preis nach München zurück, erreichte aber den zweiten Umlauf nicht.

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