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Boxen

Hatton lässt Malignaggi keine Chance

Von SPOX
Ricky Hatton (links) landete gegen Paulie Malignaggi krachende Treffer
© Getty

Während Ricky Hatton mit einem überzeugenden Sieg gegen Paulie Malignaggi in Las Vegas seine WM-Gürtel erfolgreich verteidigte, heizte Lennox Lewis die Spekulationen über ein mögliches Comeback gegen Vitali Klitschko an.

Der Hitman hat wieder zugeschlagen. Ein Jahr nach seiner bitteren Niederlage gegen Floyd Mayweather jr. hat Ricky Hatton seinen IBO-Titel und den Titel des "Ring Magazines" im Halbweltergewicht an selber Stelle erfolgreich verteidigt. In Las Vegas besiegte der Brite am Samstag IBF-Weltmeister Paulie Malignaggi durch Technischen K.o. in der 11. Runde.

"Diesmal hat es mir viel mehr Spaß gemacht als im letzten Jahr", sagte Hatton. "'Aber es war schwerer, als es aussah. Ich war zwischendurch etwas frustriert, weil er einfach nicht K.o. gegangen ist."

Beckham zu Gast

Unter den Augen von David Beckham, Sylvester Stallone und den Oasis-Sängern Liam und Noel Gallagher ließ der 30-Jährige von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer den Ring als Sieger verlassen würde.

In gewohnter Pressure-Fighter-Manier zog Hatton seinem Gegner bereits in der zweiten Runde den Zahn, als Malignaggi nach harten Körpertreffern das erste Mal ins Wanken geriet.

Auch in den folgenden Runden dominierte der Brite den Kampf, wobei die Handschrift seines neuen Trainers, Floyd Mayweather sr., vor allem in der Deckungsarbeit deutlich zu erkennen war.

Kampf gegen de la Hoya rückt näher

In der siebten Runde hatte Hatton den Magic Man Malignaggi nach zwei linken Haken beinahe am Boden, ehe der Gong den chancenlosen US-Amerikaner ein letztes Mal rettete. In Runde elf beendete Malignaggis Trainer Buddy McGirt dann aber den einseitigen Fight und warf zum Ärger seines Schützlings das Handtuch.

"Bei meiner Niederlage gegen Miguel Cotto war ich viel schlimmer dran. Damals wurde der Kampf auch nicht abgebrochen. Und er hätte auch diesmal nicht abgebrochen werden dürfen", sagte ein schwer gezeichneter und enttäuschter Malignaggi.

Dank des überzeugenden Siegs des Hitman rückt ein Traum-Duell mit Oscar de la Hoya nun immer näher. Zunächst muss der Golden Boy jedoch am 6. Dezember Pound-for-Pound-Champ Manny Pacquiao besiegen.

Lewis will 100 Millionen Dollar

Am Rande des Fights sorgte ein weiterer Champion für Wirbel. Lennox Lewis, der für den amerikanischen Pay-TV-Sender "HBO" als Experte arbeitet, wies Gerüchte über ein mögliches Comeback gegen Vitali Klitschko zurück. "Vitali soll zuerst gegen seinen Bruder Wladimir kämpfen, dann würde ich über ein Comeback nachdenken", sagte er im Interview.

Wie ernst diese Aussage allerdings gemeint war, weiß wohl nur Lewis selbst. Denn gegenüber der "Mail on Sunday" zeigte sich der 43-Jährige alles andere als abgeneigt.

"Wenn mir jemand tatsächlich 100 Millionen Dollar bieten würde, dann würde ich natürlich zurückkommen. Ich würde es nicht wegen des Geldes tun, und auch nicht, um jemandem etwas zu beweisen. Aber das Boxen braucht mich. Im Schwergewicht ist es so langweilig geworden. Es gibt keine großen Persönlichkeiten mehr. Das kann ich nicht mitansehen", sagte Lewis.

Ricky Hatton im Porträt

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