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Olympia-Traum von Roßkopf beendet

SID

Bremen - Für Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Jülich) ist der Traum von der sechsten Olympia-Teilnahme beendet.

Die knappe 3:4- Niederlage des 38 Jahre alten Olympia-Dritten von 1996 gegen den 19- jährigen EM-Dritten Dimitri Ovtcharov (Düsseldorf) unterstrich bei den German Open in Bremen die Wachablösung im deutschen Herren- Tischtennis. Senkrechtstarter Ovtcharov, Nummer 19 in der Welt, hat nach dem Sieg im Duell der Generationen die besten Chancen auf das zweite von drei Olympia-Tickets. Der Weltranglisten-Vierte Timo Boll (Düsseldorf) gilt für Peking 2008 als gesetzt.

"Für Dima war es wegen der direkten Qualifikation für Olympia ein wichtiger Sieg. Er hat auch verdient gewonnen", gratulierte Roßkopf als fairer Sportler. Deutschlands "Mr. Tischtennis", der 1985 sein erstes von 14 WM-Turnieren absolvierte, hatte in diesem Jahr EM-Gold, voriges Jahr WM-Bronze und 2004 WM-Silber jeweils mit dem Herren-Team des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) gewonnen.

Mir war das schon vorher klar 

Die Hoffnung auf die sechsten Olympischen Spiele, verbunden mit der Aussicht als Fahnenträger der deutschen Mannschaft, war nicht ganz unrealistisch. "Das ist nicht so dramatisch. Mir war das schon vorher klar", sagte Roßkopf zum Scheitern seiner Pläne.

Inzwischen ist für den Europameister von 1992 kein Platz mehr frei im Olympia-Team des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Hinter Boll und Ovtcharov, der als Nummer 19 in der Januar-Weltrangliste direkt für Peking qualifiziert wäre, haben sich Bastian Steger (Frickenhausen/Nummer 29) und Christian Süß (Düsseldorf/44) vor Roßkopf geschoben. Der frühere Doppel-Weltmeister ist durch einige unnötige Niederlagen gegen schwächere Gegner auf Rang 46 abgerutscht.

Steger oder Süß als dritter Mann 

In Bremen sammelte der zuletzt in der Bundesliga und bei internationalen Turnieren formschwache Süß wichtige Weltranglisten-Punkte durch seinen spektakulären 4:3-Erfolg gegen den an Position sechs geführten Chinesen Chen Qi. "Ich hatte vor dem Turnier eine kleine Krise und hätte nicht gedacht, dass ich gegen ihn gewinnen könnte", kommentierte Süß seinen Coup. Der 22-Jährige gilt als Doppel-Spezialist - mit Boll holte er EM-Gold und WM-Silber - und hofft nun auf einen Start beim Olympia-Qualifikationsturnier im April 2004 in Nantes.

Die Entscheidung über den dritten Mann dürfte zwischen Steger und Süß fallen. Das sieht auch DTTB-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig so. Die Platzierung in der Weltrangliste sei aber nicht das einzige Kriterium. "Wir haben in Peking Medaillenchancen im Einzel und mit der Mannschaft. Das werden wir bei unseren Nominierungen berücksichtigen", sagte Schimmelpfennig.

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