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Radsport

Doping-Verdacht: BKA durchsucht Uniklinik

SID

Wiesbaden - Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) haben die Arbeitsplätze von zwei Ärzten der Universitätsklinik Freiburg und die Wohnungen der beiden Mediziner durchsucht.

"Wir haben damit gerechnet, dass die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufnimmt und sind an jeglicher Aufklärung interessiert", sagte der Sprecher der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, Rudolf-Werner Dreier, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Mehrere BKA-Beamte und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Freiburg hätten kurz nach 8.00 Uhr damit begonnen, Räume der Sportmedizin in der Uniklinik zu durchsuchen. Die Aktion sei vorher nicht angekündigt gewesen, sagte Dreier. "Wir sind für jede Form der Kooperation bereit."

Ex-Telekom-Ärzte im Visier 

Den Ärzten werde vorgeworfen, im Sport verbotene Arzneimittel zu Dopingzwecken bei mehreren Rad-Sportlern angewendet und an sie abgegeben zu haben, teilte das BKA in Wiesbaden mit und bestätigte damit einen Bericht der "Badischen Zeitung".

Den Auftrag für die Aktion habe die Staatsanwaltschaft Freiburg erteilt. Sie habe ein Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet. An der Aktion waren auch Fahnder der Landespolizeidirektion Freiburg beteiligt.

Nach Angaben der "Badischen Zeitung" handelt es bei den betroffenen Ärzten um die beiden ehemaligen Betreuer des Teams Telekom und T-Mobile, Lothar Heinrich und Andreas Schmid. Beide Sportärzte sind seit längerem von der Uniklinik Freiburg suspendiert.

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