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Handball

Handball: Spezielle Schutzmaßnahmen für Bundestrainer Gislason nach Drohbrief

Von SPOX
Der DHB hat die rassistischen Beleidigungen und massiven verbalen Drohungen gegen Alfred Gislason, die der Bundestrainer am Dienstag veröffentlicht hatte, aufs Schärfste verurteilt.

Der DHB hat auf den Drohbrief an Bundestrainer Alfred Gislason reagiert und Schutzmaßnahmen eingeleitet. Nach Informationen der Sport Bild steht der Verband mit dem Innenministerium von Sachsen-Anhalt diesbezüglich im Austausch.

Die Polizei beobachte das Gislason-Grundstück demnach bei Kontrollfahrten regelmäßig. Der 61-jährige Trainer lebt mit seiner Frau in der Nähe von Magdeburg.

Zuvor habe bereits DHB-Präsident Andreas Michelmann das Innenministerium benachrichtigt. "Wir begleiten in Rücksprache mit Alfred das Thema sehr aufmerksam. Wir machen vonseiten des DHB aber nichts, was er nicht möchte. Sollte er rechtlichen Beistand oder andere Dinge benötigen, helfen wir sofort", sagte Benjamin Chatton (40), DHB-Vorstand für Finanzen und Recht.

Gislason hatte Anfang vergangener Woche einen rassistischen Drohbrief in seinem Briefkasten gefunden. Der Isländer, der seit knapp 30 Jahren in Deutschland lebt, hatten diesen auf den sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Das Dokument war gespickt von Schreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehlern. Im Text wurde Gislason dazu aufgefordert, sein Amt niederzulegen, andernfalls "werden wir sie mal auf ihrem Grundstück aufsuchen".

Auf Twitter hatten Akteure aus Sport und Politik den Brief verurteilt und sich hinter den Bundestrainer gestellt. Gislason trainiert den DHB seit März 2020. Zuvor feierte er beim THW Kiel und dem SC Magdeburg große Erfolge im Vereinshandball.

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