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Handball

Handball-WM - Erkenntnisse zum DHB-Team: Gislason sorgt für Rätselraten - "Böhmi" muss die Büffel stoppen

Alfred Gislason und das DHB-Team haben gegen Ungarn verloren.

2. Abwehr bereitet Sorgen - "Böhmi" muss ran

Dass die Absagen von Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek (beide THW Kiel) und Finn Lemke (MT Melsungen) massiv ins Gewicht fallen würden, war bereits vor der WM klar. Gegen Ungarn wurde das noch einmal deutlich.

Johannes Golla und Sebastian Firnhaber schafften es im Mittelblock in der ersten Hälfte überhaupt nicht, die Anspiele auf Kreisläufer Bence Banhidi zu verhindern, geschweige denn den Koloss von Pick Szeged am Abschluss zu hindern. Banhidi erzielte letztlich acht Tore bei acht Versuchen.

Da Firnhaber sich schnell zwei Zwei-Minuten-Strafen eingehandelt hatte und Gefahr lief, die Rote Karte zu sehen, war Gislason zum Handeln gezwungen. Und siehe da: Mit Golla und Fabian Böhm im Mittelblock sowie Paul Drux auf der Halbposition war die Abwehr beweglicher, aggressiver und damit besser.

"Anfangs waren wir in der Abwehr nicht so gut, das wurde dann aber besser. Böhm hat seine Sache sehr gut gemacht", sagte Gislason. Gut möglich, dass der Mann von der TSV Hannover-Burgdorf gegen Spanien sogar die erste Wahl ist. "Böhmi" kann die Büffel am Kreis stoppen, das hat er zumindest angedeutet.

Die DHB-Abwehr wird von Spanien jedenfalls enorm gefordert werden. Der Weltmeister von 2013 ist dafür bekannt, im Eins-gegen-eins und im Zwei-gegen-zwei massiv Druck auf die gegnerische Deckung auszuüben.

Zur Abwehr gehören natürlich auch die Torhüter dazu, die gegen Ungarn zugegebenermaßen viele freie Würfe auf ihren Kasten bekommen haben. Dennoch müssen sich Jogi Bitter (4 Paraden, 21 Prozent abgewehrte Bälle) und vor allem Andreas Wolff (2 Paraden, 13 Prozent) deutlich steigern. Nicht auszuschließen, dass Gislason sogar Silvio Heinevetter für Wolff in den 16er Kader zieht.

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