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Handball

DHB-Team zeigt Reaktion in Estland - Zweiter Sieg für Gislason

SID
Gislasons Team zeigte in Estland eine Leistungssteigerung.
© imago images / wolf-sportfoto

Klarer Pflichtsieg nach Leistungssteigerung: Die deutschen Handballer haben nach dem mühevollen Auftakt in der EM-Qualifikation eine Reaktion gezeigt und den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Beim haushohen Außenseiter in Estland setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason nach einer starken zweiten Hälfte deutlich mit 35:23 (13:12) durch.

Der überragende Julius Kühn war mit neun Treffern vor einer Geisterkulisse in Tallinn der beste Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Gislason durfte sich nach dem wackligen 25:21 gegen Bosnien-Herzegowina am vergangenen Donnerstag dann doch über einen gelungenen ersten Lehrgang freuen.

Mit dem zweiten Sieg in der Qualifikationsgruppe 2 festigte die deutsche Mannschaft auch den Platz an der Tabellenspitze. Für die EM-Endrunde 2022 in Ungarn und der Slowakei lösen die jeweils ersten beiden Teams sowie die vier besten Dritten der acht Gruppen ihr Ticket.

Vor dem Duell in Estland hatte Gislason mit Blick auf die Belastungssteuerung zwei Änderungen vorgenommen. Torhüter Silvio Heinevetter und Fabian Böhm blieben zu Hause, dafür flogen Till Klimpke und Paul Drux mit ins Baltikum.

Im Training hatte Gislason, der im Februar auf den glücklosen Christian Prokop folgte, den Fokus auf den Angriff gelegt. Vor allem im Offensivspiel forderte der 61-Jährige mehr Geduld.

DHB-Team zieht nach Seitenwechsel in Estland davon

Und es wurde zunächst ein Geduldsspiel. Zwar lag die verbesserte DHB-Auswahl dank der Abschlussstärke des starken Kühn über weite Strecken ungefährdet in Führung, doch einige Ungenauigkeiten in der Offensive hielten den Underdog im Spiel.

"Viel zu billige Tore und zu viele Fehler", bemängelte Gislason sichtlich aufgebracht die Leistung seiner Mannschaft in einer Auszeit. Auch DHB-Sportvorstand Axel Kromer stimmte mit ein. "Wir kreieren sehr viele Gelegenheiten aus dem Rückraum, die wir zum Teil nicht ausreichend nutzen", sagte er im ZDF.

Dieses Manko stellte die deutsche Mannschaft nach dem Seitenwechsel ein und zog mit einem 7:1-Lauf entscheidend auf 20:13 (40.) davon. Den Esten, die noch nie bei einem großen Turnier dabei waren und zum Auftakt beim 28:31 in Österreich eine gute Leistung geboten hatten, gingen in der Offensive etwas die Ideen aus.

In der Schlussphase ließ Deutschland nichts mehr zu. Gislason nutzte die Gelegenheit und rotierte durch. Mit zwei Siegen im Rücken geht es für das DHB-Team am 6. Januar nach Wien in das erste Duell gegen Österreich. Vier Tage später findet das Rückspiel in Köln, zugleich die Generalprobe für die WM in Ägypten (13. bis 31. Januar), statt.

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