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Handball

Handball nach Fan-Ausschluss in Sorge: "Man spielt mit unserer Geschäftsgrundlage"

SID
Auch im Handball dürfen zunächst keine Zuschauer in die Hallen.

Der Beschluss der Politik, im Sport wegen Corona bis Ende Oktober weiter auf Zuschauer zu verzichten, stellt den deutschen Handball vor große Probleme. Geschäftsführer Frank Bohmann von der HBL räumte große Existenzsorgen ein.

"Die Aufregung ist groß, ganz klar. Man spielt hier schon mit der Geschäftsgrundlage eines jeden Klubs", sagte Bohmann dem SID auf die Frage, wie die Liga auf den Beschluss reagiert habe: "Man muss dazu bemerken, dass wir seit Anfang März unsere Geschäftsmodelle nicht mehr durchführen können, das heißt, die Klubs haben nur noch Ausgaben und keine Einnahmen."

Die HBL setzt trotz der jüngsten Aussagen der Politik weiter darauf, schon zum Saisonstart am 1. Oktober mit Hilfe von schlüssigen Hygienekonzepten vom Zuschauer-Verbot nicht betroffen zu sein und so die Zulassung von Fans zu ermöglichen. "Das ist die Absprache, die wir mit der Politik getroffen hatten", sagte Bohmann.

Ohne Fans sei ein langes Überleben nicht möglich, betonte der HBL-Boss. "Wenn es tatsächlich so kommen sollte, ist das maximal für eine ganz kurze Übergangszeit möglich. Ganz kurze Übergangszeit heißt, ein oder zwei Spiele, danach wird den ersten Klubs die Luft ausgehen. Dann wird der Fortbestand des Profisports hinter dem Fußball, so wie man ihn seit Jahrzehnten kannte, nicht mehr möglich sein. Die Lage ist angespannt, das kann man nicht anders sagen", sagte der HBL-Chef.

Am Donnerstag hatte die Politik beschlossen, bis mindestens Ende Oktober keine Zuschauer im Profisport zu erlauben. Großveranstaltungen, bei denen die Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sind, bleiben sogar mindestens bis Jahresende untersagt.

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