Handball

Reaktionen auf die Entlassung von DHB-Trainer Christian Prokop: "Überhaupt nicht nachvollziehbar"

SID
Ist nicht mehr Trainer der DHB-Mannschaft: Christian Prokop.

Der Deutsche Handballbund hat Konsequenzen aus der EM 2020 gezogen und Bundestrainer Christian Prokop entlassen. Während viele von der plötzlichen Entlassung des 41-Jährigen überrascht sind, betont DHB-Präsident Andreas Michelmann die Notwendigkeit des Trainer-Wechsels.

SPOX hat die wichtigsten Reaktionen zusammengefasst:

Daniel Stephan (Ex-Welthandballer, zum SID): "Das ist schon sehr überraschend, zumal der DHB sich ja bei der EM mit der aufgekommenen Kritik gar nicht richtig auseinandergesetzt hatte. Es ist die richtige Entscheidung, Prokop war nicht der richtige Mann, er hat die Mannschaft nicht weiterentwickeln können. Alfred Gislason ist ein erfahrener und hoch angesehener Trainer, es ist ein Glück für den deutschen Handball, dass man so einen Trainer verpflichten kann. Er wird die nötigen Impulse setzen."

Christian Schwarzer (Weltmeister von 2007, zum SID): "Ich bin sprachlos, vor allem die Art und Weise, wie da mit Menschen umgegangen wird, kann ich nur ganz schwer nachvollziehen. Eigentlich sollte der gehen, dessen Projekt das war, der das damals initiiert hat, mit Ablösesumme und allen anderen Nebengeräuschen. Man muss sich ja auch mal fragen: Was hatten der Trainer und die Mannschaft bei der EM überhaupt für Zielsetzungen, hat das eigentlich gepasst mit den Zielsetzungen der Funktionäre?"

Heiner Brand (ehemaliger Bundestrainer, bei Sky): "Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehbar, so eine Entscheidung hätte man wenn, dann früher treffen müssen. Christian hat sich in seiner Amtszeit sehr wohl weiterentwickelt, die Frage ist natürlich, muss nicht der Bundestrainer von Anfang an jemand sein, der sich schon weiterentwickelt hat. Für Alfred wird das eine interessante Herausforderung, er ist eine gestandene Persönlichkeit, anerkannt in allen Bereichen, aber wir wissen ja auch um die Defizite der Mannschaft."

Viktor Szilagyi (Geschäftsführer des THW Kiel): "Wir wissen, mit welchem Einsatz und welcher Akribie Alfred arbeitet. Mit seiner Erfahrung, seinen Qualitäten und seinem Charisma ist er ein Gewinn für den deutschen Handball. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für seine neue Aufgabe und freuen uns auf seinen nächsten Besuch in der Arena - dann als Bundestrainer!"

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung