Handball

Handball - Heiner Brand: Geringere Belastung ist "illusorisch"

SID
Heiner Brand glaubt nicht an ein Ende der hohen körperlichen Belastung im internationalen Spitzen-Handball.
© getty

Der langjährige Bundestrainer Heiner Brand glaubt vor dem Start der Europameisterschaft nicht an ein Ende der hohen körperlichen Belastung im internationalen Spitzen-Handball.

"Diese Probleme haben wir ja vor jedem großen Turnier", sagte der 67-Jährige im Interview mit dem Sportbuzzer: "Es wird sich immer beschwert, aber es ändert sich nichts. Es ist illusorisch, daran zu glauben, dass die Belastung weniger wird."

Nur eine Reduzierung der Spiele könne Abhilfe schaffen, allerdings verfolge jeder "seine eigenen Interessen. Die Verbände, die Bundesliga und die Spieler selbst. Die wollen ja auch nicht weniger Geld verdienen, wenn nicht mehr so viele Spiele stattfinden."

Ein Problem sieht Brand etwa in der immer weiter wachsenden Champions League. Dort "finden allein in der Gruppenphase 14 Spiele statt. Da müsste man vielleicht wieder zum normalen Landesmeister-Pokal zurückkommen, wo jede Nation nur mit einem Team vertreten ist", sagte er: "Das würde den Terminplan entlasten, aber eben auch weniger Einnahmen für die Topklubs bringen."

Brand traut DHB-Team das Halbfinale zu

Bei der EM in Österreich, Schweden und Norwegen traut Brand der deutschen Mannschaft zu, trotz vieler verletzungsbedingter Absagen die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Das Team von Bundestrainer Christian Prokop werde "eine positive Rolle spielen. Ich sehe es nicht so skeptisch. Es gibt zwar einige Ausfälle, aber wir sind mittlerweile sehr breit aufgestellt und die Lücken lassen sich sehr gut füllen", sagte Brand: "Die Chancen, ins Halbfinale einzuziehen, sind gut."

Deutschland startet am 9. Januar in Trondheim gegen die Niederlande in das Turnier.

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